Polanski gibt sich versöhnlich

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Roman Polanski mit Ehefrau Emmanuelle Seigner beim Montreux Jazz Festival.

Montreux/Berlin - Roman Polanski bleibt der Schweiz in Freundschaft verbunden. Das sagte der Regisseur fünf Tage nach der Aufhebung seines Hausarrests in einer ersten Stellungnahme.

Kurz vor dem Besuch eines Konzerts seiner Frau beim Jazzfestival in Montreux am Samstagabend sagte er der Schweizer Nachrichtenagentur sda, er bedanke sich bei den vielen Menschen, die ihn während der neun Monate Hausarrest in seinem Chalet in Gstaad unterstützt hätten. Er dankte zudem seiner Frau Emmanuelle Seigner und seinen Kinder. “Ohne sie wäre es mir nicht gelungen, die Würde und das Durchhaltevermögen zu bewahren.“

In die Bundesrepublik könnte Polanski derzeit trotz eines internationalen Haftbefehls unbehelligt einreisen. Das berichtete das Nachrichtenmagazin “Focus“ unter Berufung auf das Bundesamt für Justiz (BfJ). Ein BfJ-Sprecher sagte dem Magazin: “In Deutschland besteht kein Fahndungsaufruf gegen Herrn Polanski.“ Das habe die Bundesregierung bereits vor längerer Zeit entschieden. “Bei einer Einreise würde Herr Polanski somit nicht festgenommen.“

Die Schweizer Justiz hatte am vergangenen Montag bekanntgegeben, dem Auslieferungsgesuch der USA nicht entsprechen zu wollen. Polanski war am 26. September 2009 bei der Einreise in die Schweiz auf Veranlassung der USA verhaftet worden. Die Amerikaner werfen dem 76-Jährigen vor, sich in den 70er Jahren an einer Minderjährigen vergangen und dann der US-Justiz entzogen zu haben.

dpa

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