Polizei fasst flüchtigen Madonna-Stalker

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Der Madonna-Stalker Robert Dewey Hoskins bei seiner Gerichtsverhandlung 1996

Los Angeles - Er wollte Madonna die Kehle durchschneiden, wenn sie ihn nicht heiratet: 16 Jahre saß der Mann im Gefängnis und in einer Klinik, dann flüchtete er. Nun ist der Stalker wieder gefasst.

Der 54-Jährige wurde am Freitag von der Polizei aufgegriffen und zurück in ein Krankenhaus in Norwalk bei Los Angeles gebracht. Laut CNN sollte er nach mehr als 16 Jahren im Gefängnis und in der Klinik in einem halben Jahr freigelassen werden.

Das Krankenhaus, aus dem der Mann getürmt war, soll dem Bericht des Senders zufolge nicht sonderlich gesichert gewesen sein. Er sei auch nicht von Polizisten bewacht worden, sondern von zivilem Personal, das ihn auf ein Leben draußen vorbereiten sollte. Weil er auf richterliche Anordnung in der Klinik war, galt sein Verschwinden als Flucht.

Gewaltverbrecher auf der Flucht

Den beiden Schwerverbrechern Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski gelang am 26. November der Ausbruch aus der Justizvollzugsanstalt Aachen. Nun wurden beide gefasst. © dpa
Peter Paul Michalski (46) gilt als brutal und rücksichtslos. © dpa
Fünf Tage war er auf der Flucht. © dpa
Dann schnappte ihn die Polizei auf der Bundesstraße 58 bei Schermbeck am Niederrhein. © ap
Michalski war auf einem silbernen Damenfahrrad unterwegs. © dpa
Der Medienrummel war groß. © dpa
Nach über fünf Tagen sind nun beide Schwerverbrecher wieder im Gefängnis. © dpa
Michael Heckhoff (50) war 1992 an einer Geiselnahme in der sauerländischen Justizvollzugsanstalt Werl beteiligt. Damals hatte er mit einem Mithäftling einen Zahnarzttermin genutzt, um drei Justizbeamte und drei Arzthelferinnen in seine Gewalt zu bringen. Beim Zugriff der Polizei übergoss Heckhoffs Kumpan zwei der Geiseln mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sie an. Die Frauen erlitten schwere Verbrennungen. © dpa
SEK-Beamte stehen vor dem Haus in Mühlheim/Ruhr, in dem Heckhoff gefasst wurde. Ihn konnte die Polizei bereits am Sonntag in Mülheim festnehmen. © dpa
Mit diesem Fluchtfahrzeug waren die beiden Flüchtlinge in Mühlheim unterwegs. © dpa
Wie Heckhoff in einem Interview berichtet, hatten sie die Waffe in der JVA Aachen gekauft. © dpa
Heckhoff berichtet, er habe von einem Wärter den Schlüssel bekommen und auf den Kopierer gelegt. © dpa
Am Donnerstag konnten die beiden Verbrecher aus der JVA fliehen. © dpa
Seitdem wurde mit einem Großaufgebot gefahndet. © dpa
In der Nacht zum Freitag untersuchten Polizisten den Eingang der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Eine Beamtin steht im Gang vor den Gemeinschaftsräumen der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Häftlinge der Justizvollzugsanstalt Aachen stehen im Gang vor ihren Zellen. © dpa
Der Eingang der Justizvollzugsanstalt in Aachen. © dpa
Kurz nach ihrem Ausbruch hatten sich die beiden Kriminellen in ein Taxi gesetzt und den Fahrer aufgefordert, sie nach Kerpen-Buir zu fahren. © dpa
Dort zwangen sie den Fahrer, gemeinsam mit ihnen in ein anderes Taxi zu steigen und weiter nach Köln zu fahren. © dpa
Vom Bahnhofsvorplatz am Dom aus flüchteten die Verbrecher zu Fuß in die Innenstadt. © dpa
Die beiden Taxifahrer ließen sie frei. Sie erlitten einen Schock. © dpa
Danach verlor sich voerst die Spur, bis Heckhoff am Sonntag wieder auftauchte und in Mühlheim festgenommen werden konnte. © dpa
Mit der Festnahme von Michalski am Dienstag, ist die tagelange Fahndung nach den beiden Schwerverbrechern nun zu Ende. © dpa

Die Flucht hat Kalifornien aufgeschreckt. Die Polizei hatte vor dem Mann gewarnt: Er sei „hoch psychotisch, wenn er nicht seine Medikamente nimmt, und hat zudem Tendenzen zur Gewalt“.

Er werde sie „von Ohr zu Ohr“ aufschneiden, wenn sie ihn nicht heirate, hatte der Mann in den neunziger Jahren Madonna angedroht. Sie habe Alpträume gehabt, hatte die Sängerin vor Gericht ausgesagt. Der Mann hatte ihr mehrfach aufgelauert. Er war 1995 gefasst und 1996 zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, nach der Strafe kam er in die Klinik.

dpa

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