Preis für Marcel Reich-Ranicki und Peter Schreier

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Der Kritiker Marcel Reich-Ranicki (r.) wird am Samstag (24.09.2011) beim Internationalen Mendelssohn-Preis von dem Laudator und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) geehrt.

Köln - Der Tenor und Dirigent Peter Schreier sowie der Kritiker Marcel Reich-Ranicki sind mit dem Internationalen Mendelssohn-Preis ausgezeichnet worden.

Bei einem Festkonzert am Samstagabend übergab die Bartholdy-Stiftung im Leipziger Gewandhaus Bronze-Figuren Mendelssohns als Ehrung.

Opernsänger Schreier war über Jahrzehnte Gast an den Bühnen von Wien über Mailand bis New York. Seine Mozart-Interpretationen wurden hochgelobt, ihm selber lag das Lied stets besonders am Herzen. Der preisgekrönte Tenor tauschte 2005 jedoch den Gesangplatz auf der Bühne dauerhaft gegen den Taktstock ein.

Reich-Ranicki wurde für sein gesellschaftliches Engagement geehrt. Der 91-Jährige war mit dem “Literarischen Quartett“ berühmt geworden. Er hatte jahrelang den Literaturteil der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verantwortet.

Der Mendelssohn-Preis wird seit 2007 in Leipzig vergeben. Mit ihm sollen laut Bartholdy-Stiftung Persönlichkeiten geehrt werden, die sich im Sinne Mendelssohns besonders um schöpferische Vielfalt, aufgeschlossenes Denken und kosmopolitisches Handeln verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger sind auch Kurt Masur, Altkanzler Helmut Schmidt und Schauspielerin Iris Berben.

dpa

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