Gerichtsverhandlung steht an

Prinz Andrew: Kommt er mit dem Versteckspiel der Anhörung davon?

Prinz Andrew blickt ernst, trägt einen Anzug und hält seine Hände vor seinem Körper fest
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Prinz Andrew lässt seine Anwälte agieren.

Prinz Andrews Anwälte spielen auf Zeit. Doch wenn die Klageschrift zweifelsfrei zugestellt wurde, geht es mit dem Verfahren weiter.

London – In der telefonischen Anhörung in New York ging es um die korrekte Einhaltung der Formalitäten. Ist Prinz Andrew (61) die Klageschrift nachweislich zugegangen oder nicht? Die Anwälte des zweitältesten Sohns von Queen Elizabeth II. (95) verschafften Prinz Andrew gestern etwas Zeit, der Klage selbst entgeht der Prinz aber nicht.
24royal.de* verrät: Eine neue Anhörung wurde schon für den 13. Oktober festgesetzt.

Wenn es nicht möglich ist, einem Angeklagten die Klageschrift in die Hand zudrücken, geht es auch anders. Das Team der Anklage könnte die Papiere auch Andrews Anwälten oder einem Vertreter seiner offiziellen Residenz übergeben. Auch ein Richter am High Court in London könnte gebeten werden, ein Verfahren zur Zustellung der Papiere einzuleiten. Prinz Andrew war zunächst vor dem Trubel nach Schottland geflüchtet.* Das Versteck bietet ihm nur einen Aufschub, denn nach der Zustellung wird das zivilrechtliche Verfahren eröffnet.

Die Klägerin, Virginia Giuffre (38) möchte, dass ein Gericht in New York entscheidet, ob ihre Anschuldigungen wahr sind und ob sie Schadenersatzansprüche an den Herzog von York stellen kann. Erkennt Prinz Andrew* die Zivilklage nicht an, wird er wegen Versäumnis verurteilt.

Virginia Roberts Giuffre ist ein angebliches Opfer des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein (66, †2019). Anfang August hatte sie nach vier Jahren von Missbrauchsvorwürfen Zivilklage gegen den Prinz Andrew eingereicht. Die konkreten Vorwürfe besagen, der Bruder des Prinzen von Wales* hätte sie zwischen 1999 und 2002 mehrfach missbraucht. In den Gerichtspapieren wird detailliert aufgeführt, wo der Missbrauch stattgefunden haben soll, einmal im Londoner Haus von Epstein-Freundin Ghislaine Maxwell (59), die mittlerweile als mögliche Mittäterin angeklagt ist, in Epsteins Haus in Manhattan und auf dem Privatbesitz Epsteins auf den Jungferninseln. 

Laut BBC gibt es nach der Zustellung der Unterlagen verschiedene realistische Szenarien, wie es mit der Zivilklage weitergehen könnte. *24royal.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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