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Prinz Louis: Ohne die Queen wäre er „nur“ ein „Master von Cambridge“

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Von: Annemarie Göbbel

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Prinz Louis lachend am Strand auf einer Aufnahme seiner Mutter Herzogin Kate (Symbolbild).
Prinz Louis auf einem Bild seiner Mutter Herzogin Kate in Norfolk anlässlich seines vierten Geburtstags (Symbolbild). © picture alliance/dpa/PA Media | The Duchess Of Cambridge

Queen Elizabeth II. hat ihrem Urenkel Prinz Louis den Titel „His Royal Highness, Prinz Louis of Cambridge“ verliehen, der laut Gesetz nur Bruder Prinz George zustehen würde.

London – Das Protokoll hat auch seine Tücken und was per Dekret von George V. (70, † 1936), dem ehrenwerten Großvater der britischen Königin, gut gemeint war, könnte einem kleinen Mini-Royal der Neuzeit Schwierigkeiten bereiten.
Prinz Louis (4) stände ohne jeden königlichen Titel da, wäre die Queen nicht eingeschritten.

Für die beiden Geschwister von Prinz George (8), namentlich Prinzessin Charlotte (6) und Prinz Louis, erweiterte Queen Elizabeth II. (96) das Gesetz ihres Großvaters, das im weitesten Sinne die royale Titelvergabe regelt. Das Dekret von König George V. aus dem Jahr 1917 beschränkt die Titel Prinz und Prinzessin auf die Kinder des Monarchen, die Kinder der Söhne des Monarchen und „den ältesten lebenden Sohn des ältesten Sohnes des Prinzen von Wales (73)“ – das ist Williams (39) Sohn Prinz George.

Nur die Königin hat die Macht, in bestehende Gesetze einzugreifen. Prinz William und Herzogin Kate (40) hat sie mit diesem Schritt weitsichtig sicher viel Eifersucht und vielleicht auch Familienstreit erspart. Doch alle anderen Urenkel der Queen – wie Archie Mountbatten-Windsor (2) – gehen weiterhin titellos durchs Leben. Wer das ungerecht findet, sollte bedenken, dass es Prinz Charles nach Antritt der Regentschaft ebenfalls zusteht, ein Gesetz zu beugen, nach ihm Prinz William.

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