Prominente servieren Obdachlosen Gänsebraten

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Frank Zander verköstigt einmal im Jahr mit der Hilfe vieler Prominente Obdachlos (hier: Grünen-Politikerin Renate Künast)

Berlin - An Weihnachten sollen auch Obdachlose ein Festmahl bekommen - noch dazu von Prominenten. Der Sänger Frank Zander lädt zum 17. Mal zum Gänseessen. Andere Künstler feiern und helfen mit.

Festtags-Schmaus für Obdachlose: Der Sänger Frank Zander organisiert für sie an diesem Montag eine Weihnachtsfeier mit Gänsebraten. Zum 17. Mal werden bis zu 3000 Obdachlose im Hotel Estrel in Neukölln erwartet. Auch Prominente wie Nina Hagen und Jeanette Biedermann sollen mitfeiern.

Erstmals mussten sie sich in diesem Jahr kostenlose Einlassbändchen besorgen, um an der Weihnachtsfeier teilzunehmen. “Im letzten Jahr hatten wir 3200 Gäste, das ist die Grenze“, sagte Zander. “Da kriegen wir auch Probleme mit der Sicherheit.“

In diesem Jahr haben sich wieder Prominente angekündigt, die bei der Weihnachtsfeier helfen wollen. In einer Mitteilung nannte Zander unter anderem Nina Hagen, Jeanette Biedermann und Axel Schulz, aber auch Innensenator Frank Henkel (CDU), die Grünen-Politikerin Renate Künast (Grüne) und Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD). Sie alle packen nicht zum ersten Mal bei Zanders Wohltätigkeitsveranstaltung mit an.

2700 Bändchen seien im Voraus an Wärmestuben und Missionen verteilt worden, als “kleine Schranke“, wie Zander sagte. Denn der Andrang sei Jahr für Jahr gestiegen - und es kämen nicht nur Bedürftige: “Manche denken sich auch einfach, das ist ja 'ne schöne Veranstaltung.“ Falls trotzdem Gäste abgewiesen werden müssten, sollen draußen Geschenke und Essen bereitstehen.

Neben einem zünftigen Weihnachtsessen spendiert Zander seinen Gästen einen kostenlosen Haarschnitt. Dazu gibt es eine Bühnenshow: Nina Hagen, Schlagersänger Bernhard Brink, die Deutschrock-Band Silly und Frank Zander selbst wollen für Stimmung sorgen. Dahinter steckt viel Organisationsarbeit: “Ich freu mich sehr auf das Fest“, sagte Zander, “aber wir sind alle platt wie 'ne Wanze.“

dpa

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