Promis äußern sich kritisch über Gottschalk

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"Gottschalk Live" hat mit den Quoten zu kämpfen.

Berlin - Thomas Gottschalk ist unfreiwillig im Gespräch. In der vierten ARD-Woche sind die Quoten nach wie vor schlecht. Prominente Zeitgenossen machen sich ihre Gedanken.

Thomas Gottschalks ARD-Fehlstart wird von prominenten Zeitgenossen nach knapp vier Wochen Laufzeit zum Teil kritisch verfolgt, zum Teil sprechen sie dem 61-Jährigen aber auch Mut zu. “Man kann auch aufhören, wenn etwas zu Ende ist, sich eine Auszeit gönnen und überlegen, wie es weitergeht“, sagte die “Tatort“-Kommissarin Ulrike Folkerts (50) der Nachrichtenagentur dpa am Rande der Berlinale. Unterdessen stockt die Suche des ZDF nach einem “Wetten, dass..?“-Nachfolger für Gottschalk. Neueste Gerüchte deuten auf einen Neustart erst im Herbst hin.

Gottschalk hatte nach dem Ende beim ZDF-Klassiker “Wetten, dass..?“ die auf ihn zugeschnittene ARD-Sendung “Gottschalk Live“ am 23. Januar im Vorabendprogramm begonnen. Die Quoten waren kurz nach dem Start in die Tiefe gerauscht und pendeln derzeit um 1,5 Millionen Zuschauern pro Sendung. Am Dienstag waren es 1,36 Millionen. “Ich habe bisher nur zufällig reingeschaltet und wenig Zeit dafür gehabt“, beschreibt Schauspieler Thomas Heinze (47) das Dilemma vieler Menschen, die abends um 19.20 Uhr noch unterwegs sind. “Ich weiß aber, dass die Sendung kritisch besprochen wird.“

So war Gottschalks letzte "Wetten, dass..?"-Show

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Schauspieler Jürgen Vogel (43) nimmt Blondschopf Gottschalk, der sich mit der ARD auf eine Zusammenarbeit über drei Jahre geeinigt hat, bewusst in Schutz. “Thomas Gottschalk hat wahnsinnig viel gemacht“, sagt Vogel. “Man sollte die Leute eher danach beurteilen, was sie Gutes geleistet haben.“ Diskutieren sollte man besser über die “fiesen, vermeintlich realen Soaps“ wie “Mitten im Leben“ oder ähnliche Produktionen. Bei Gottschalk müsse man abwarten und ihm Zeit geben, sich zu entwickeln.

Auch Schauspielerin Jessica Schwarz (34) räumt ein, keine einzige von Gottschalks Sendungen bisher gesehen zu haben. Sie erinnert sich aber, dass der Weg zur ARD und zur neuen Sendung eine “Bauchentscheidung“ gewesen sei. “Ich weiß nicht, aber vielleicht findet er noch mal etwas anderes für sich.“ Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit meint, das Format müsse noch weiterentwickelt werden, die Sendezeit sei schwierig, er wünsche Gottschalk aber “viel Glück“.

Über Gottschalks Nachfolge beim ZDF herrscht auch noch ein Jahr nach seiner Ankündigung, “Wetten, dass..?“ aufzugeben, noch keine Klarheit. Nach Hape Kerkelings Absage Anfang November 2011 wollte der Sender bis zum Jahresende eine neue Besetzung finden. Die Show soll in jedem Fall fortgesetzt werden, und das noch möglichst im Frühjahr. Als derzeitiger Favorit gilt Markus Lanz (42). Neuen Spekulationen in der Illustrierten “Bunte“, wonach vielleicht erst im Herbst der Neustart erfolgen können, erteilte ein ZDF-Sprecher am Mittwoch eine Absage: Es gebe keinen neuen Stand.

dpa

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