Promis setzen sich für Erdbebenopfer in Haiti ein

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Die deutschstämmige Hollywood-Schauspielerin Sandra Bullock spendete eine Million Dollar für die haitianischen Erdbebenopfer. 

Los Angeles - Das Elend und die Verzweiflung der Menschen nach dem Erdbeben in Haiti rührt auch zahlreiche Prominente: Von Madonna über Sandra Bullock bis Roger Federer sagten sie bis Samstag ihre Hilfe zu.

Bullock spendete eine Million Dollar für den Einsatz der Organisation Ärzte ohne Grenzen in Port-au-Prince. Sie habe sicherstellen wollen, dass ihre Spende unmittelbar den Betroffenen zugute komme, erklärte die Schauspielerin am Freitag in Los Angeles. Auch Pop-Diva Madonna beteiligt sich an der internationalen Hilfe für die Erdbebenopfer. Sie habe 250.000 Dollar (174.000 Euro) an die Organisation Partners In Health gespendet, erklärte die Sängerin am Freitag. Sie rief zugleich ihre Fans und Freunde in der ganzen Welt auf, ihrem Beispiel zu folgen: “Wir müssen jetzt handeln.“

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Zuvor hatte bereits die von den Hollywoodschauspielern George Clooney und Brad Pitt mitgegründete Organisation Not On Our Watch eine Million Dollar an Partners In Health gespendet. Diese Organisation leistet seit langem medizinische Hilfe in Haiti.

Tennisstar Roger Federer gab am Samstag in Melbourne die Ausrichtung mehrerer Benefizspiele am Vorabend der Australian Open bekannt. Er habe Spielerkollegen gebeten, am Sonntag in der Rod Laver Arena in Doppeln oder gemischten Doppeln zugunsten der Erdbebenopfer anzutreten, sagte Federer. Das Stadion fasst 15.000 Zuschauer.

Kritik an Stiftung von Wyclef Jean

Experten meldeten unterdessen Zweifel an einer vom in Haiti geborenen Rapper Wyclef Jean gegründeten Hilfsorganisation an. Es sei unklar, welcher Anteil der Spenden direkt bei den Betroffenen ankomme, erklärte Art Taylor, Präsident einer Gruppierung mit Sitz im US-Staat Virginia, die den Umgang von Hilfsorganisationen mit Spendengeldern beobachtet. The Wyclef Jean Foundation hatte binnen zwei Tagen per SMS Spendenzusagen von mehr als zwei Millionen Dollar erhalten. Taylor sagte, die Abrechnungspraxis der Stiftung sei in der Vergangenheit fragwürdig gewesen.

Bei dem verheerenden Erdbeben am Dienstag kamen nach Schätzungen des Roten Kreuzes etwa 50.000 Menschen ums Leben.

AP

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