Radost Bokel holt das Lasso raus

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Die schwarzen Zöpfe stehen ihr gut: Radost Bokel als Nscho-Tschi

Lennestadt - Im Dschungelcamp musste Schauspielerin Radost Bokel (37) pürierte Kakerlaken essen. Ganz andere Herausforderungen warten bei den Karl-May-Festspielen auf sie.

Sie ist heuer die prominenteste Darstellerin, wenn in zwei Wochen (23. Juni) in Lennestadt-Elspe die neue Karl-May-Saison mit dem Stück „Winnetou I“ beginnt. Dort übernimmt die Schauspielerin die Rolle von Winnetous Schwester Nscho-Tschi. Vor einigen Tagen hat die 37-Jährige mit den Proben begonnen. „Es ist schon sehr anspruchsvoll“, sagte sie am Freitag. Insbesondere vor den Pferden habe sie Respekt.

Zwei Monate habe sie intensiv Western-Reiten gelernt. „Ich bin zwar als Kind geritten und auch gesprungen, aber nach 20 Jahren sieht das doch anders aus. Da denkt man sich: Hui, da kannst du doch runterfallen.“ Nicht nur die Pferde seien eine Herausforderung: „Auch das Schießen macht mir etwas aus. Wenn man auf der Bühne daneben steht, ist das schon sehr laut und tut in den Ohren weh.“

Die besten "Dschungelcamp"-Sprüche

Dirk Bach zu Kim Debkowski vor ihrer Dschungelprüfung: "Mit der Teilnahme am Camp, ging es für dich auf der Karriereleiter ja ganz nach oben. Jetzt geht es noch höher, mit einem Fahrstuhl." © RTl /Stefan Gregorowius
Jazzy zu Micaela: "Bist du eigentlich immer nackt, weil das dein Image ist, oder weil du gerne nackt bist?" Micaela: "Ich bin wirklich immer gerne nackt, das hat so mit 22 Jahren angefangen. Und ich mache mir einfach nichts aus Kleidung." © RTl /Stefan Gregorowius
Dirk Bach über Micaela: "Ihre Brüste wirken wie Waffen auf mich. Die sind so unglaublich starr und geradeaus…" © RTl/Stefan Gregorowius 
Sonja Zietlow über Vincent Raven: "Ich glaube, dass er ein bisschen spooky ist. Er wird bestimmt Dinge machen, die sehr komisch sind." © RTl/Stefan Gregorowius
Dr. Bob über die Silikonimplantate der Kandidatinnen: "Eins der Hauptprobleme mit Silikonbrüsten ist, dass das Gewicht des Silikons die Haut des Busens auf die Brust drückt. Und durch den Druck wird es feucht an den Stellen. Ich traue es mich fast nicht zu sagen, aber es kann sein, dass dann dort Bakterien wachsen." © RTl /Stefan Gregorowius
Dirk Bach und Sonja Zietlow unterhalten sich über Mücken im Dschungel. Zietlow: "An mich hat sich mal wieder keiner rangetraut." Bach: "Das waren wahrscheinlich von Vincent verhexte Mücken." © RTl/Stefan Gregorowius
Dirk Bach über die Kandidaten: " Sie sind zu dumm zum Kochen." © RTl/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow: "Die haben eine Stunde über den Bohnen gesessen und überlegt, wie machen wir das?" © RTl/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow über Jazzys Dschungelprüfung: "Sie hat gesagt, drei Sterne reichen ihr. Weil sie eh abnehmen will." © RTl/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow: "Netterweise haben wir hier auch ein kleines Zelt, damit die nicht pitsche-patsche-nass werden." © RTl/Stefan Gregorowius
Dirk Bach über Micaela Schäfer: "Die Sexarbeiterin hätte die Sexarbeiterin mal sausen lassen können und hier den Menschen präsentieren. " © RTl/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow über Micaela und Ailton: "Und sie kommt immer an ihm vorbei und reibt ihre Brüste." © RTL/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow über Dirk Bach: "Der ist mit seiner Mückenstichbeule überall hängen geblieben." © RTL/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow: "Was ich ja total klasse finde, dass alle Dschungelbewohner, außer vielleicht 'das Ailton', total gelangweilt von den Möpsen sind." © RTL/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow: "Sie denkt, dass sie voll die Mörder-Sex-Bombe ist, aber tatsächlich hängt es allen zum Halse raus." © RTL/Stefan Gregorowius
Dirk Bach auf die Frage, ob er Micaela sexy fände: "Ich finde es grundsätzlich schwierig, bei einem Sexarbeiter zu sagen, er ist sexy. Der Sexarbeiter präsentiert sich halt in Arbeitskleidung." © RTL/Stefan Gregorowius
Daniel Lopes zu Rocco Stark: "Du sollst runterkommen, mann! Bleib mal locker Du...!" © RTL/Stefan Gregorowius
Sonja Zietlow: "Ailton besitzt aber keinen Hals, der arme Kerl." © RTL/Stefan Gregorowius
Dirk Bach auf die Frage, zwischen welchen Kandidaten es knistern könnte: "Ja, ich dachte vielleicht, bei Ramona Leiß und Brigitte Nielsen."Alle Infos zu Ich bin ein Star - Holt mich hier raus im Special auf RTL.de" © RTL/Stefan Gregorowius

Sie sei aber stolz, die Rolle spielen zu dürfen. „Ich bin ein großer Karl-May-Fan.“ Als Kind habe sie heimlich die Winnetou-Filme gesehen. Zur Vorbereitung auf die Rolle habe sie sich die alten Streifen erneut angesehen. „Bei der Musik läuft es mir kalt den Rücken runter.“ Auf der Naturbühne im Sauerland wird sie 52 Mal in den Armen Old Shatterhand sterben.

Die Verfilmung von Michael Endes „Momo“, in der sie als Elfjährige in der Titelrolle spielte, habe sie dagegen schon lange nicht mehr komplett angesehen. „Nur Ausschnitte mit meinem kleinen Sohn. Da hat mein Mann gefragt, wer denn das ist. Der hat mich nicht erkannt.“

Von ihrem Aufenthalt im RTL-Dschungelcamp habe sie profitiert, erzählte sie am Rande der Probe. „Vorher kannten mich wegen "Momo" nur Menschen ab 35 Jahren. Jetzt werde ich auch von den Kiddies angesprochen.“ Kritik wegen ihres Dschungel-Camps habe es keine gegeben. „Viele sagen, ich hätte mich gut geschlagen.“ Als Kind sei sie eher von anderen Kindern wegen ihrer Momo-Rolle gehänselt worden.

Bis zum Ende der Festival-Saison in Elspe hat Bokel gemeinsam mit ihrem Sohn Tyler jr. und ihrem Ehemann, dem Soulmusiker Tyler Woods, im Sauerland Quartier bezogen. Karl May soll ihrer Karriere neuen Schwung geben, sagt die 37-Jährige. Sie hoffe, nach Elspe auch wieder mehr im Fernsehen oder Film machen zu können.

dpa

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