So waren die Red Hot Chili Peppers in Hamburg

+
Der Sänger der Red Hot Chili Peppers: Anthony Kiedis.

Hamburg - Seit bald drei Jahrzehnten stehen sie auf der Bühne -die Red Hot Chili Peppers. Am Sonntag waren die Kalifornier in Hamburg zu Gast und haben neben einigen Songs des neuen Albums zahlreiche alte Hits zum Besten gegeben.

Aus den einstigen “Alternative“-Helden sind schon lange Vollprofis geworden: Auch 28 Jahre nach der Bandgründung schaffen es die Red Hot Chili Peppers mit ihrem kraftvollen Funkrock, das Publikum mitzureißen. Am Sonntagabend gastierten die vier Musiker um Frontman Anthony Kiedis (48) - nach dem Europa-Auftakt der Tour am Freitag in Köln - in der Hamburger 02 World. Zu hören gab es Songs der neuen Platte “I'm With You“, sowie zahlreiche alte Hits von “Under The Bridge“ und “Give It Away“ über “Californication“ und “Scar Tissue“ bis “By The Way“. Von den rund 10 000 Fans wurde die Band begeistert gefeiert.

So wirkt Musik auf unseren Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

Die Kalifornier stehen für energiegeladene Shows. Bassist Flea kam gleich mit nackten Oberkörper und diesmal lilafarbenen Haaren auf die Bühne und auch Sänger Kiedies legte nach mehreren Tanzeinlagen T-Shirt und Unterhemd ab und zeigte seinen muskulösen, mit zahlreichen Tätowierungen geschmückten Körper. Neben den beiden Jugendfreunden spielte Neuzugang Josh Klinghoffer, der den früheren Gitarristen John Frusciante ersetzt. Gemeinsam mit Bassist Flea gelingt es dem 32-Jährigen, der bereits mit Pop-Größen wie Gnarls Barkley oder Beck zusammenspielte, den so typischen Mix aus Funk, Rock und Westcoast-Pop herzustellen.

Kiedis und Flea riefen die Band 1983 in Los Angeles gemeinsam mit Gitarrist Hillel Slovak und den damaligen Schlagzeuger Jack Irons ins Leben. Slovak starb 1988 an einer Überdosis Heroin. Auch andere Bandmitglieder hatten massive Drogenprobleme. Doch trotz zahlreicher Krisen und wechselnder Drummer und Gitarristen, ging es stets weiter mit den Chili Peppers. Und in diesem August erschien das nunmehr zehnte Studioalbum “I'm With You“, das direkt an die Spitze der Charts stürmte.

Die großen Begeisterungsstürme gab es während der Hamburger Show jedoch weniger für die neuen Stücke (“Monarchy Of Roses“, Look Around“), als für die alten Hits. Und die wurden ausreichend geboten: Ob “Tell Me Baby“ oder “Dani California“ von der letzten Doppelplatte “Stadium Arcadium“, über “Californication“ vom gleichnamigen Erfolgsalbum aus dem Jahr 1999 bis hin zu den ersten kommerziellen Hits von “Blood Sugar Sex Magik“, das 1991 von manchen als Meilenstein des Crossover gehandelt wurde.

Nun - 20 Jahre später - rocken einige Fans, die damals noch gar nicht auf der Welt waren, in den ersten Reihen der O2 World zu den frühen Werken. Bei der Erfolgsballade “Under The Bridge“, ist die Halle in lila und blaues Licht getaucht und Feuerzeuge werden gezückt. Vor der Zugabe leitet Drummer Chad Smith eine kraftvolle, afrikanisch angehauchte Trommel-Session ein und ein fulminantes “Give It Away“ schließt die mehr als eineinhalbstündige Show ab.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.