Restauranttester Rach hat sich Schule gespart

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Restauranttester Christian Rach

Berlin - Der RTL-Restauranttester Christian Rach hat bei seiner Kochausbildung auf die Berufsschule verzichtet.

Dies habe er entschieden, nachdem er sechs Jahre Mathematik und Philosophie studiert habe, sagte der Spitzenkoch in einem Interview der tageszeitung (taz). "Ich habe eine Ausbildung gemacht; ich bin nur nicht in eine Berufsschule gegangen. Was sollte ich da lernen? Ich hatte ja gesehen, was Lehrlinge beigebracht kriegen", erklärte Rach.

Berufsschulen seien "schon eine sinnvolle Institution", fügte er hinzu. "Aber der Schwerpunkt dort liegt leider auf dem Wort Schule, nicht auf dem Wort Berufsausbildung." Rach kritisierte, dass Kochlehrlinge gar nicht da seien, "wenn es im Lokal richtig zur Sache geht". Sie hätten in Hamburg vor Weihnachten Blockunterricht und danach Schulferien.

1957 im Saarland geboren hatte Rach während seines Studiums als Koch und Kellner gejobbt und sich Anfang der 80er-Jahre für den Koch-Beruf entschieden. 1989 eröffnete er in Hamburg das "Tafelhaus"; er hat seinen Michelin-Stern bis heute behalten.

Koch sei ein sehr harter Job, sagte Rach. Ein Chefkoch habe nach einer Statistik eine Lebenserwartung von nur 56 Jahren. Grund sei Stress in Verbindung mit Alkohol, das Herzinfarkt-Risiko sei sehr groß. In der Öffentlichkeit gebe es aber nicht kein Bewusstsein dafür, dass ein Chefkoch 70 bis 80 Stunden in der Woche arbeite. "Und trotzdem gibt es den Druck, dass wir permanent und zu jeder Zeit im Restaurant sein, sichtbar sein müssen", meinte Rach. "Und wenn nicht, gibt es gleich schlechte Presse."

ap

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