Robbie zelebriert Versöhnung mit Take That

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Robbie Williams

London - Popstar Robbie Williams zieht es wieder zurück zu Take That. Nach einem jahrelangen, bitteren Streit zelebriert er mit Bandkollege Gary Barlow die Versöhnung in einem Duett.

Die vormals eitlen jungen Sänger von Take That sind erwachsen geworden. Nach jahrelanger Schlammschlacht in den Medien und privater Funkstille zelebriert Ex-Bandmitglied Robbie Williams, laut Gary Barlow das “einzige schwarze Schaf“ in der Band, die Versöhnung mit seinen vier Bandbrüdern. Die beiden Streithähne, einst Schwarm so vieler junger Mädchen, präsentierten am Donnerstag im BBC- Radio ihr erstes Duett. Die Ballade “Shame“ (deutsch: Schande) ebnet die Wiedervereinigung der Band in der Originalbesetzung. Was haben die Fans vor 15 Jahren über den Austritt von “Robbie“ geweint. Er ging, weil ihm zu wenig Gesang und Präsenz eingeräumt wurde.

Robbie Williams: Karriere - Absturz - Comeback - Papa

Karriere von Popstar Robbie Williams
1990 entdeckte die Mutter von Robbie Williams eine Anzeige, in der Mitglieder für eine Boygroup gesucht wurden. So schaffte Robbie den Einstieg bei der britischen Boygroup Take That. © dpa
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Frontsänger der Band war Gary Barlow. © dpa
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Robbie war mehr der Spaßvogel innerhalb der Gruppe. © dpa
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Im Jahr 1995 dann der Schock für die Fans: Robbie Williams verlässt Take That. © dpa
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Ein halbes Jahr später trennte sich dann auch die restliche Gruppe. © dpa
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Robbie Williams machte nach seinem Ausstieg aus der Boyband solo weiter, ist aber anfangs wenig erfolgreich. Die Singles seines Albums „Life Thru a Lens“ floppten. © dpa
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Robbie widmete sich mehr und mehr seinen Drogen- und Alkoholexszessen und musste in eine Entzugsklinik eingeliefert werden. © dpa
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Seine Solokarriere schien bereits zu Ende, doch seine Single „Angel“ aus dem Jahr 1997 wurde ein großer Erfolg. © dpa
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Seither wurde Robbie Williams jährlich mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt. © dpa
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Unter anderem bekam er zahlreiche Brit Awards (hier verliehen von Spicegirl Geri Halliwell), MTV Europe Music Awards und den Echo. © dpa
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Für eine Kampagne zur Aufklärung über Brustkrebs, stellte sich Robbie mit Brüsten vor die Kamera. © dpa
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Das zweite Album „I‘ve Been Expecting You“, landete sofort auf Platz eins der britischen Charts. Auch in Europa war es erfolgreich. © dpa
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„Sing When You‘re Winning“ aus dem Jahr 2000 wurde sein Erfolgsalbum und machte ihn endgültig zum internationalen Superstar.  © dpa
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Auch andere bekannte Künstler waren mit auf dem Album. Beispielsweise Kylie Minogue beim Duett „Kids“. © dpa
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Robbie wird in die Reihe von Madame Tussaud‘s Wachsfiguren in London aufgenommen. © dpa
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Im Jahr 2001 sang er für den Film „Bridget Jones“ eine Neuauflage von Frank Sinatras „Have You Met Miss Jones?“. Inspiriert von dieser Swing-Nummer nahm Robbie ein komplettes Album mit Swing-Klassikern auf. © dpa
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Die Single „Somethin‘ Stupid“ mit Nicole Kidman und das gesamte Album  „Swing When You‘re Winning“ werden wieder ein großer Erfolg. © dpa
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Mit seinem Swing-Album schaffte Robbie Williams endgültig den Imagewechsel vom Boygroup-Mitglied zum international anerkannten Sänger. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Williams Konzerte in den größten Konzertstadien Europas waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. © dpa
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Mit spektakulären Auftritten bei seinen Tourneen begeisterte er die Fans (hier im Münchner Olympiastadion im Jahr 2003). © dpa
Unterdessen feiert Take That im Jahr 2005, nach fast 10 Jahren Trennung, ihr Comeback - ohne Robbie Williams. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Er bleibt weiter auf Solopfaden. Sein Dance/Electro-Album „Rudebox“ aus dem Jahr 2006 verkauft sich allerdings schlechter als die Platten davor. Das neue Album seiner alten Band Take That übertrifft seine Verkaufszahlen bei weitem. © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
Danach wird es ruhiger um den Star (hier mit seiner Rottweilerdame Missy). © dpa
Karriere von Popstar Robbie Williams
2007 kommt er wegen Tablettensucht erneut in eine Entzugsklinik. © dpa
Nach zwei Jahren Pause hat sich Robbie im Jahr 2009 wieder gefangen. © dpa
2010 dann der Paukenschlag: Robbie stieg wieder bei Take That (Archivfoto) ein. © dpa
Nach mehr als 15 Jahren feiert die Boygroup ihr Comeback in Originalbesetzung. © dpa
Im gleichen Jahr heiratet er die türkisch-US-amerikanische Schauspielerin Ayda Field © dpa
Im September 2012 kommt Töchterchen Theodora „Teddy“ Rose zur Welt. © dpa
Im November 2012 erscheint sein neues Solo-Album "Take the Crown" © dpa

Gary Barlow stand seiner Ansicht nach zu häufig ganz vorne. Ihn habe er “von der ersten Sekunde an gehasst“, sagte Williams einmal. Mit ihm legte er nun als erstes den Streit bei. Die Funkstille sei so etwas wie Frustration gewesen, sagte Williams im BBC-Radio. “Die Jungs zündeten meine Leidenschaft wieder an.“ Nach sechs Nummer-1-Soloalben ist er nicht auf die Band angewiesen. Der frisch verheiratete Sänger zeigte sich gut gelaunt und ironisch. “Ich war abgetaucht“, witzelte der 36-Jährige, der mehrere Jahre an alkohol- und medikamentensüchtig war.

Daraufhin grüßte er seine Frau Ayda Fields mit den Worten “Guten Morgen, Schnapsdrossel“. Die Ballade “Shame“ erinnert musikalisch und textstilistisch an Songs der Boygroup Take That, die Williams, Barlow und drei weitere Mitglieder 1990 gegründet hatten. Fünf Jahre später verließ Williams die Band, die daraufhin auseinanderbrach. Die Mitglieder stritten sich öffentlich. “Was für eine Schande, dass wir nie zuhörten, sagte ich Dir im Fernsehen“, singen die beiden im Refrain. Der Gesang wird schlicht von einer Akustikgitarre begleitet, im Refrain kommen Streicher dazu. Der Song erscheint am 1. Oktober, eine Woche danach auch auf Williams' Best-of-Album “In And Out Of Consciousness“. Die beiden Sänger der Boygroup Take That hätten vor Jahren schon einmal an einem Duett gebastelt, sagte Williams.

Zum Komponieren des Songs “Our Music“ hätten sie sich in einen Bungalow zurückgezogen. Das Lied sei aber nicht mehr als eine Demoversion gewesen. Williams versteht wie kaum ein zweiter die Gesetze der Popmusik. Nach dem Aufenthalt in einer Entzugsklinik feierte er vor einem Jahr ein “Comeback“, das im Grunde nur eine übliche dreijährige Pause zwischen zwei Alben darstellte. Das “schwarze Schaf“ kehrt nun zurück, die Wiedervereinigung von Take That steht bevor. Bereits vor Weihnachten soll ein Album erscheinen. “Wir haben zwölf Songs in drei Tagen geschrieben - eine kreative Flut“, sagte Williams.

Der Privatsender ProSieben wollte das Musikvideo am Donnerstagabend vor der Castingshow “Popstars“ zeigen. Dort übernimmt der eher mittelmäßige Sänger, der vor allem als begnadeter Entertainer gilt, für eine Folge im Oktober auch die Rolle als Stimmtrainer für die Kandidaten - passend zum Erscheinen von Single und Album. Im nächsten Sommer wolle die fünfköpfige Gruppe dann auf Tour gehen, sagte Barlow. “Große Pläne sind in Arbeit - über das Was, Wann und Wo dürfen wir nicht sprechen“, sagte Williams mit Blick auf einen Zwist mit seiner Plattenfirma EMI, wo er noch unter Vertrag steht. Take That hingegen ist beim Konkurrenten Universal Music gebunden. Wie lange der Bandfrieden hält, ist ungewiss. “Wir haben erstmal 18 Monate verplant“, sagte Barlow. “Wenn es weiter läuft, läuft es weiter - wenn nicht, dann nicht“, ergänzte Williams.

dpa

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