„Stupsi, die kleine Osterhäsin“

Rolf Zuckowksi fürchtet sich vor Feministinnen: Werden Lieder genderneutral umgetextet?

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Rolf Zuckowski will nicht, dass seine Liedtexte verändert werden.

Der Liedermacher Rolf Zuckowski befürchtet, dass seine bekannten Texte verändert werden, weil sie nicht als zeitgemäß angesehen werden könnten. 

„Stupsi, die kleine Osterhäsin“? Der bekannte Liedermacher Rolf Zuckowski (70) befürchtet, dass seine Kinderlieder von Feministinnen gendergerecht angepasst werden. Noch schlimmer: Er hat Angst davor, dass sie aus Kindergärten und Schulen verbannt werden könnten. 

In einem Interview mit der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ warnt Zuckowski Feministinnen und Feministen davor, es zu übertreiben. Sonst werde es „lästig“ und man würde die Menschen verschrecken. Er wolle die Gleichberechtigung nicht infrage stellen. Jedoch seien „sprachliche Verkomplizierungen“ nicht hilfreich, wenn man Ungerechtigkeiten lösen wolle. 

In seinem bekannten Geburtstagslied „Wie schön, dass du geboren bist“ heißt es: „Alle deine Freunde freuen sich mit dir.“ Zuckowski ist besorgt, dass man beispielsweise diese Textzeile zukünftig nicht mehr akzeptieren werde. „In den Schulen könnte man bald fragen: ‚Freunde? Sind da die Mädchen nicht drin?‘“ Auf die Nachfrage der ZEIT, ob er solche Beschwerden aus Schulen denn schon erhalten habe, verneint das der Liedermacher. „Aber die Veränderung der Sprache wird an vielen Stellen sichtbar“, ist Zuckowski überzeugt. 

Es störe ihn, dass vermehrt von Schülerinnen und Schülern die Rede sei: „Zu meinem Liederzyklus ‚Die Vogelhochzeit‘ sind gerade Unterrichtsmaterialien für die Schule erschienen. Da stehen immer wieder Sätze drin wie: 'Die Lehrkraft versammelt die Schülerinnen und Schüler vor der Tafel'. Der Herausgeber sagte mir: So muss man heute für Schulen schreiben." Aus Sicht des 70-Jährigen müsse man Mädchen „auf anderen Wegen zu Selbstbewusstsein führen“.

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