Jenni Rivera tot

Beliebte Sängerin stirbt bei Flugzeugabsturz

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Die Sängerin Jenni Rivera bei einem Auftritt bei den Latin Grammy Awards im Jahr 2010.

Monterrey/Mexiko - Bei einem Flugzeugabsturz in Mexiko ist offenbar die beliebte US-mexikanische Sängerin Jenni Rivera ums Leben gekommen.

Die Wrackteile lagen bis zu 300 Meter verstreut.

Eine der populärsten mexikanischen Sängerinnen ist bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen. Die Privatmaschine von Jenni Rivera stürzte am frühen Sonntag im Norden Mexikos ab. Bei dem Unglück kamen alle sieben Insassen ums Leben, wie die Zeitung „Milenio“ in ihrer Online-Ausgabe am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf die mexikanische Luftfahrtbehörde berichtete. Latino-Stars wie Ricky Martin oder Gloria Estefan zeigten sich bestürzt.

Die 43-jährige Jenni Rivera hat 15 Millionen Alben in Mexiko und den USA verkauft und war viermal für einen Grammy-Latino-Preis nominiert worden. Sie galt als eine der beliebtesten Sängerinnen der Norteño- und Banda-Musik, die in Mexiko und unter mexikanischen Einwanderern in den USA sehr verbreitet sind. Die in Kalifornien geborene Sängerin war allgemein als „La Diva de la Banda“ (Die Banda-Diva) bekannt.

Die US-Mexikanerin hatte am Samstag in Monterrey ein Konzert vor 15 000 Zuschauern gegeben und flog in einem Learjet nach Toluca, wo sie an der mexikanischen Version der Fernsehshow „The Voice“ als Coach teilnehmen sollte. Mit an Bord des Flugzeugs waren ihre engsten Mitarbeiter.

Zwölf Stunden nachdem das Flugzeug vermisst erklärt worden war, fanden Bergungsteams die Trümmer der Maschine etwa 120 Kilometer südlich von Monterrey. Der mexikanische Transportminister Gerardo Ruiz Esparza erklärte, dass Teile der Maschine auf einer Strecke von 300 Meter verteilt waren. „Nichts ist erkennbar geblieben“, teilte Ruiz Esparza mit.

Die Ursache des Absturzes war zunächst unklar. Die Zeitung „La Vanguardia“ berichtete, die 43 Jahre alte Maschine habe bereits früher Probleme gehabt und in Amarillo (US-Staat Texas) sogar einen Unfall erlitten. Demnach gab es Probleme beim automatischen Ausgleich des Treibstoffs zwischen den verschiedenen Tanks, der für das Gleichgewicht des Flugzeugs wichtig ist.

Der spanische Sänger und Schauspieler Miguel Bosé, der Puerto-Ricaner Ricky Martin, die US-Kubanerin Gloria Estefan und die mexikanischen Sängerinnen Thalía und Paulina Rubio äußerten sich bestürzt über den Tod Riveras. Bosé und Rubio teilten mit Rivera die Verantwortung für das Coaching der jungen Sänger in der Reality-Show „The Voice“. Der Sender Televisa hob die für Sonntag geplante Sendung der Show auf. Jenni Rivera soll in Los Angeles beigesetzt werden, wo ihre Eltern und Geschwister wohnen.

Die Toten des Jahres 2012

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dpa

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