"Slys" Sohn hauste wie ein Messie

Der rätselhafte Tod des Sage Stallone

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Sage Stallone auf einem Foto aus dem Jahr 1996

Los Angeles - Sage Stallones Tod wird immer rätselhafter: Während Ermittler davon ausgehen, dass er bereits mehrere Tage tot war, behauptet sein Anwalt, das Gegenteil beweisen zu können.

Sage Stallone soll angeblich mindestens drei bis vier Tage, wenn nicht gar eine ganze Woche tot in seinem Zimmer gelegen haben, bevor man am Freitag seine Leiche fand. Das berichtete am Wochenende das Promiportal tmz.com unter Berufung auf Ermittler, die mit dem Fall betraut sind.

Dem Bericht zufolge hauste der Sohn von Sylvester Stallone wie ein Messie in seinem Schlafzimmer. Die Leiche sei von Müll und einer enormen Menge Zigarettenstummeln umgeben gewesen. Außerdem fand man Bier- und Soda-Dosen sowie Essen und zwei Schubladen voller Medikamente.

Angeblich habe niemand nach dem 36-Jährigen gesehen, weil es nicht ungewöhnlich war, dass er sich für mehrere Tage in sein Zimmer einschloss. Er soll tmz.com-Informationen zufolge seiner Haushälterin verboten haben, ihn zu stören - und sei es auch nur durch ein Klopfen an der Tür.

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Sage Stallones Anwalt und langjähriger Freund, George Braunstein, widerspricht diesen Behauptungen. Sage Stallone könne gar nicht drei bis vier Tage lang tot gewesen sein, weil er angeblich 17 Stunden bevor seine Leiche gefunden wurde noch Fotos von sich zu Hause auf seinem Facebook-Account gepostet habe, sagte Braunstein gegenüber dem Promiportal people.com.

Der Anwalt betonte außerdem, dass Sage Stallone zwar rauchte und Süßigkeiten aß, aber, dass er nie irgendwelche Anzeichen von Drogenmissbrauch oder Suchtverhalten gezeigt habe. "Sage hat nicht einmal Alkohol getrunken", zitiert people.com Braunstein.

Der Chefredakteur des US-Magazins "Girls and Corpses", Robert Rhine, weiß da jedoch anderes zu berichten: Gegenüber tmz.com erzählte er von einem Fotoshooting bei Sage Stallone zu Hause. Der 36-Jährige habe 45 Minuten gebraucht, um die Tür zu öffnen. Als er dann vor ihm stand, habe Sage Stallone gelallt und sei herumgestolpert. Rhine fügte hinzu, er habe sofort gewusst, dass der 36-Jährige auf einem Trip sei. Sein ganzes Verhalten habe ihn an frühere Auftritte von Ozzy Osbourne erinnert. Während des Fotoshootings habe Sage Stallone dann plötzlich seine eigene Kamera herausgezogen und angefangen, herumzuknipsen - jedoch ohne den Deckel von der Linse zu nehmen. Das Fotoshooting fand im Mai, also Monate vor Sage Stallones Tod statt.

Erst das Autopsie-Ergebnis wird wohl endgültig Klarheit schaffen. Die Autopsie der Leiche wurde zwar am Sonntag abgeschlossen, doch bevor das Ergebnis bekannt gegeben wird, warten die Behörden noch auf den toxologischen Befund. Der soll jedoch erst in knapp zwei Monaten vorliegen, berichtet people.com. Bislang behaupten mehrere US-Medien, der 36-Jährige sei an einer Überdosis gestorben. Angeblich handele es sich dabei aber nicht um Selbstmord, sondern um einen Unfall.

Sylvester Stallone meldete sich unterdessen bei tmz.com und bat um ein Ende "der Spekulationen und der fragwürdigen Berichterstattung". Er sei nach dem Tod seines Sohnes am Boden zerstört. "Es gibt keinen größeren Schmerz, als wenn Eltern ihr Kind verlieren. Deshalb flehe ich die Menschen an, das Andenken an meinen talentierten Sohn zu bewahren und Mitgefühl mit seiner liebenden Mutter Sasha zu haben."

pie

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