Sarkos Vater über den Sohn: "Von einer Frau zur andren"

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Nicolas Sarkozy mit Frau Carla Bruni.

Paris - Just in dem Moment, in dem Nicolas Sarkozy politisch stark unter Druck steht, veröffentlicht sein Vater seine Memoiren. Und plaudert darin aus dem Familien-Nähkästchen - auch über seien Sohn.

Der 81 Jahre alte Pàl Sarkozy porträtiert sich darin als ungarischer Casanova, arbeitswütiger Aufsteiger und neureicher Dandy - und spart nicht an pikanten Details. Auch wenn Sarkozy senior an der Erziehung des künftigen Präsidenten kaum beteiligt war, scheint er seinem Sohn einiges vererbt zu haben. Ihm und seinen vier weiteren Kindern ruft er in Erinnerung: “Die Hälfte Eurer Wurzeln sind in der Puszta eingepflanzt, meine Engel.“ Dass Pàl Sarközy de Nagy-Bocsa überhaupt in Frankreich landete, verdankt er der Fremdenlegion. Seine Familie war während des Zweiten Weltkriegs nach Österreich ins Exil gegangen.

Die 99 begehrtesten Frauen der Welt

Platz 20: Die spanische Schauspielerin Paz Vega belegte mit erzielte 89,2 Prozent und landete damit auf Platz 20 der 99 begehrenswertesten Frauen der Welt. © dpa
Platz 19: Die italienische Schauspielerin Monica Bellucci modelte früher für Dolce & Gabbana. Sie spielte unter anderem in zwei Filmen der Matrix-Triologie und in Asterix und Obelix: Mission Cleopatra. © dpa
Platz 18: Die amerikanische Schauspielerin January Jones kam mit 18 Jahren zum modeln nach New York. Ihr erster Freund in LA war Schauspieler und Frauenschwarm Ashton Kutcher. © dpa
Platz 17: Die isrealisch-amerikanische Schauspielerin Natalie Portman gönnte sich eine Pause von Hollywood, um in Harvard zu studieren. © dpa
Platz 16: Die britische Schauspielerin Kelly Brook gewann mit 16 Jahren einen Schönheitswettbewerb - das war der Beginn ihrer Karriere. © ap
Platz 15: Die Schauspielerin Padma Lakshmi wurde im Alter von 16 Jahren von einem Model-Scout entdeckt, als sie auf Klassenfahrt in Spanien unterwegs war. © dpa
Platz 14: Die Moderatorin Erin Andrews begann ihre Karriere 2004 als Sportreporterin. Der Playboy wählte sie 2007 und 2008 zur sexiest Sportsreporterin. © ap
Platz 13: Das Supermodel Bar Refaeli stand bereits im Alter von acht Monaten für Werbe- und Fotoaufnahmen vor der Kamera. © dpa
Platz 12: Das brasilianische Fotomodell verdiente laut Forbes 2009 rund 25 Millionen Dollar. © dpa
Platz 11: Die Schauspielerin Megan Fox bekennt sich öffentlich, in Olivia Wilde, Star der Serie Dr. House, verknallt zu sein. © dpa
Platz 10: Das Model Miranda Kerr ersetzt seit 2007 Gisele Bündchen als Engel bei Victoria's Secret. © dpa
Platz 9: Der amerikanischen Schauspielerin Eva Mendes wurde ein Werbeplakat für Calvin Klein wegen eines entblößten Nippels verboten. © dpa
Platz 8: In ihrer Heimat Großbritannien nennt man die Sängerin Cheryl Cole liebevoll "der neue Liebling der Nation". © dpa
Platz 7: Die spanische Schauspielerin Penélope Cruz genoss eine Ausbildung im klassischen Ballet, bevor sie ihre Karriere begann. © dpa
Platz 6: Laut dem Magazin Forbes belegt die Sängerin Beyonce Knowles nicht nur Platz sechs der begehrtesten Frauen der Welt, sondern auch den ersten Platz der bestbezahltesten Stars unter 30. © dpa
Platz 5: Die Schauspielerin Jessica Alba wird 2010 mit Casey Affleck in "The Killer Inside Me" zu sehen sein. Sie spielt in dem Film eine Prostituierte. © dpa
Platz 4: Das brasilianische Topmodel Alessandra Ambrosio wohnte gemeinsam mit Gisele Bündchen in einem Appartment in New York. © dpa
Platz 3: Die britische Schauspielerin Kate Beckinsale  wurde 2009 vom Esquire Magazin zur "Sexiest Woman Alive" gekührt. Sie belegt außerdem den dritten Platz der 99 begehrtesten Frauen der Welt. © dpa
Platz 2: Das Topmodel Marisa Miller betrieb in Kalifornien eine Surf-Schule, bevor sie ihr Geld als Model verdiente. © dpa
Platz 1: Die kanadische Schauspielerin Emmanuelle Chriqui wurde schon auf diversen "Sexiest Women"-Listen geführt. Nun wählten sechs Millionen Männer zur begehrenswertesten Frau. © dpa

Pàl wollte nach Paris, bekam aber kein Visum und geriet in Baden-Baden an einen Anwerber der Legion. Ehe er sich's versah, hatte er sich für fünf Jahre verpflichtet und sollte nach Indochina geschickt werden. Dem entkam er nur, weil ihn ein Arzt, der sein Landsmann war, untauglich schrieb. Pàl hatte das französische Motto früh kapiert: Freiheit, Gleichheit, Beziehungen. Seine erste Nacht in Paris verbrachte der 20-Jährige im Schutz eines Metro-Ausgangs in der Nähe des Triumphbogens - keine 200 Meter von dem Luxusrestaurant Fouquet's entfernt, wo sein Sohn knapp 60 Jahre später seinen Sieg bei der Präsidentschaftswahl im Kreis von superreichen Geschäftsleuten feiern sollte.

Die Frauen spielen eine große Rolle

Dann fasste er Fuß in der ungarischen Exil-Gemeinde und arbeitete sich verbissen als Zeichner in der Werbebranche nach oben. Einen Großteil seiner Memoiren widmet Sarkozys Vater den Frauen in seinem Leben. “Um es zu sagen, wie es ist: Ich bin von einer Frau zur anderen gesprungen, wie man von einem Flugzeug ins nächste wechselt“, schreibt er im Rückblick. Angefangen bei seinem Kindermädchen, dem er bei der Gutenachtgeschichte angeblich unter den Rock ging, über die Sekretärin seines Chefs bis zu den vier Ehefrauen.

Die ersten drei verließ er samt deren Kindern jeweils für andere Frauen - mit der letzten ist er mittlerweile seit mehr als 40 Jahren verheiratet. Seine erste Frau Dadou, Tochter eines griechischstämmigen konvertierten Juden, wurde die Mutter der ersten drei Söhne, unter ihnen der spätere Präsident. Für Pàl war es nicht einfach zu akzeptieren, dass seine Kinder eine andere Nationalität haben würden: “Dadou und ich waren uns einig, dass unsere Kinder sich völlig in meine neue Heimat integrieren sollten. Ich würde nicht ungarisch mit ihnen sprechen und ihnen so wenig wie möglich von meiner Heimat erzählen.“ Erst nach der Geburt des dritten Kindes war er selbst bereit, die französische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Mit 76 Jahren hat Pàl Sarkozy eine neue Karriere als Maler begonnen.

Gemeinsam mit Werner Hornung, einem deutschen Freund, produziert er seitdem großformatige Werke, teils gedruckt, teils gemalt, eine Mischung aus Pop-Art, Dalì und scheußlichem Kitsch. Seinen Sohn Nicolas zeigt er mit dem Kreuz der Ehrenlegion als Ohrring, dessen Frau Carla spärlich bekleidet an der Gitarre. Von Ende April an stellt er sie erstmals in Paris aus, nur wenige Schritte vom Präsidentenpalast Élysée entfernt. Ab und zu gibt er seinem Sohn auch ungebetene Ratschläge: “Ich glaube, dass er ein viel ruhigeres und sehr viel angenehmeres Leben hätte, wenn er nicht wieder antreten würde“, sagte er kürzlich mit Blick auf die Präsidentschafswahl 2012. Sarkozy junior scheint derzeit allerdings wenig bereit, auf seinen Vater zu hören.

dpa

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