Schauspieler protestieren gegen Fernsehpreis

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Thomas Kretschmann und Jessica Schwarz sehen sich als "Rest-Nominierte" beim Deutschen Filmpreis. 

Köln - Mehrere Schauspieler haben sich am Samstagabend in Köln gegen den Vergabemodus des Deutschen Fernsehpreises ausgesprochen.

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Hans-Werner Meyer, Vorsitzender des Bundesverbandes der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS), verteilte vor dem Eingang des Kölner Coloneums Flugblätter und silberfarbene Pins mit dem Schriftzug: “Ich bin preiswert.“ Meyers Kollegen wie Dietmar Bär, Heinrich Schafmeister, Dominic Raacke und Leonard Lansink hefteten sich die Pins gleich an.

Auf dem roten Teppich vor Beginn der Preisverleihung trugen Schauspieler wie Jessica Schwarz und Thomas Kretschmann T-Shirts mit der Aufschrift "Rest-Nominierte".

Die Schauspieler kritisieren, dass viele Kategorien wie Bestes Drehbuch, Beste Regie oder Beste Kamera gestrichen wurden.

WDR-Intendantin Monika Piel verteidigte die Reform zu Beginn der Gala mit dem Hinweis, dass die Veränderungen beschlossen worden seien, um alle Facetten des Schaffens besser abzubilden.

Meyer sagte, es sei nicht auszuschließen, dass die Preisvergabe schon im nächsten Jahr nicht mehr in dieser Form stattfinden werde. Vorstellbar sei ein Fernsehpreis nach dem Vorbild der US- Fernsehakademie und ihrem Emmy.

Schauspieler Michael Brandner, der auch dem BFFS-Vorstand angehört, sagte zuvor dem Magazin “Focus“, er halte es für problematisch, wenn “diejenigen, die Produktionen beauftragen, sie anschließend mit Preisen versehen“.

Am Freitag hatte schon die Ankündigung, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erhalte den Ehrenpreis der Stifter für Aufruhr in der Branche gesorgt. Mehrere Musikverbände hatten eine eigene Preisvergabe angekündigt.

In Deutschland wird der Fernsehpreis von den vier großen Sendersystemen, ARD, ZDF, RTL und ProSieben, vergeben.

dpa

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