Jackson als Versuchskaninchen missbraucht?

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Conrad Murray hat offenbar nicht nur einen Fehler gemacht

Los Angeles - Ein Schlaf-Experte hat im Zeugenstand des Jackson-Prozesses aufgezählt, welche Fehler dem Ex-Leibarzt Murray unterlaufen sind. Er warf ihm außerdem vor, den King of Pop als Versuchskaninchen missbraucht zu haben.

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Im Prozess gegen den früheren Leibarzt Michael Jacksons ist am Donnerstag ein Schlaf-Experte in den Zeugenstand gerufen worden. Der Mediziner Nader Kamanger erklärte, der angeklagte Conrad Murray habe bei der Behandlung des Popstars schwerwiegende Fehler gemacht. Den Angaben zufolge rief er nicht rechtzeitig einen Notarzt, führte kein zuverlässiges Patientenprotokoll und stellte keine angemessene Diagnose bezüglich der Schlafprobleme Jacksons.

Er warf Murray außerdem vor, Jackson als sein persönliches Versuchskaninchen missbraucht zu haben. Denn offiziell war Propofol nie für die Behandlung von Schlaflosigkeit anerkannt worden.

Enthüllungen am ersten Tag des Jackson-Prozesses

Der Unterschied ist erschreckend: Links ist Michael Jackson bei seinen Proben zu sehen. Rechts sein lebloser Körper, nur einen Tag später. © dpa
In diesem Bett soll Michael Jackson gestorben sein. © ap
Dieses Foto soll das Badezimmer von Michael Jackson zeigen. © ap
Der Choreograph Kenny Ortega soll bei der Aufklärung helfen, in welcher Verfassung Jacko in den Tagen vor seinem Tod war. Er probte mit Ortega fpr seine Tour. © ap
Der angeklagte Conrad Murray (links) blickt zu seinem Verteidiger Edward Chernoff. © ap
Edward Chernoff verteidigt Jacksons Arzt Conrad Murray. © ap
Der Staatsanwalt David Walgren wirft Murray fahrlässige Tötung vor. © ap
Michael Jacksons Schwester Janet und Bruder Randy verfolgen den Prozess. © ap
Jackos Mutter Katherine und seine Schwester La Toya (links) verlassen nach dem ersten Prozesstag das Gerichtsgebäude. © ap

Die erwartete Aussage eines Anästhesie-Experte wurde auf kommenden Montag verschoben. Murray wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, weil er Jackson im Juni 2009 eine Überdosis des Betäubungsmittels Propofol verabreicht haben soll. Er selbst hat sich für nicht schuldig erklärt.

dapd

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