Schweiger gibt Jury-Vorsitz in Zürich ab

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Schauspieler Til Schweiger.

Zürich - Til Schweiger legt sein Amt als Jurypräsident des deutschsprachigen Spielfilmwettbewerbs bei den Filmfestspielen in Zürich wegen einer starken Grippe nieder.

Das teilte eine Sprecherin des Festivals am Freitagabend mit. Es handele sich aber nicht um die Schweinegrippe, betonte sie. Der 46-jährige Schauspieler, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor habe noch nicht alle Filme des Wettbewerbs gesehen, hieß es. Aus Respekt vor den Filmen und dem Amt verzichte Schweiger deshalb darauf, als Präsident der Jury zu wirken.

This Brunner, der bereits 2007 Jurymitglied war, habe sich spontan dazu bereiterklärt, das Amt des Jurypräsidenten zu übernehmen. Schweiger bedauere sein Ausscheiden sehr, erklärte die Festival-Sprecherin.

Kein Zusammenhang mit Polanski

Der Mitteilung zufolge betonte er, dass sein Rücktritt durch die Krankheit verursacht wurde und nicht in Zusammenhang mit den Ereignissen um Roman Polanski steht. Das Filmfestival hatte für Schlagzeilen gesorgt, weil Starregisseur Polanski, der das “Goldene Auge“ erhalten sollte, am vergangenen Samstagabend auf Ersuchen der USA auf dem Zürcher Flughafen bei der Einreise in der Schweiz verhaftet und in Auslieferungshaft gesetzt wurde.

Seine Anwälte haben inzwischen den Auslieferungshaftbefehl am Bundesstrafgericht in Bellinzona angefochten und Polanskis Freilassung gegen Kaution beantragt. Polanski hatte sich 1977 an einem 13-jährigen Mädchen vergangen und saß anschließend während 42 Tagen in Untersuchungshaft. 1978 flüchtete er aus den USA.

AP

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