Schweiger: Manche Lobreden auf Eichinger kommen zu spät

ARCHIV: Der deutsche Schauspieler Til Schweiger (l.) und der Filmproduzent Bernd Eichinger nach der Verleihung des Bayerischen Filmpreises 2009 im Cuvilliestheater in München Foto vom 16.01.09).

Berlin - Til Schweiger sieht manche Lobreden auf den verstorbenen Filmproduzenten Bernd Eichinger kritisch. "Die Leute, die früher kein gutes Haar an ihm gelassen haben, halten jetzt Lobreden auf ihn. Warum nicht zu seinen Lebzeiten?."

Das sagte der 47-jährige Schauspieler, Regisseur und Produzent in einem Interview, dass er gemeinsam mit Regisseur Oskar Roehler der " Welt am Sonntag " gab. Schweiger fügte hinzu: "Ich würde mir wünschen, dass sich diese Haltung in Deutschland ändert, dass man von ideologischen Standpunkten abweicht." Er meinte, immer noch würden Filme in "Arthaus" und "Mainstream" eingeteilt.

Eichingers Produktionsfirma Constantin sei "der einzige deutsche 'major', der sein Geld nicht verpulvert", sagte Schweiger. Es sei ein gut aufgestellter Laden mit klugen Köpfen. "Doch was Bernd gemacht hat, wird es so nicht mehr geben. Davon müssen wir uns verabschieden", meinte er. Oskar Roekler sagte, Til Schweiger sei der Einzige, der in Eichingers Richtung gehen könnte. Schweiger widersprach jedoch: "Ich werde nicht der Typ sein, der in die Rolle 'reinwachsen wird, auf keinen Fall... Und wenn es einen gibt, dann wünsche ich ihm, dass er mehr Unterstützung kriegt als der Bernd."

An der Trauerfeier für Eichinger am Montag in München nimmt Schweiger vielleicht nicht teil. "Ich weiß nicht, ob ich es schaffe. Es kann sein, dass ich Montag schon zum Drehen nach New York muss."

dapd

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