Selbstmord? „Kill Bill“-Star David Carradine tot

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Als Shaolin-Mönch „Kwai Chang Caine “ wurde David Carradine (72) in der TV-Serie „Kung Fu“ zum Weltstar.

Bangkok - Der US-Schauspieler David Carradine („Kill Bill“, „Kung Fu“) ist in Bangkok tot aufgefunden worden. Möglicherweise hat sich der 72-Jährige erhängt.

David Carradines letzter Welterfolg: Die Rolle des Attentäters Bill im Zweiteiler „Kill Bill“. (Vor einem Filmplakat mit Uma Thurman)

Carradine sei entweder am Mittwochabend oder am Donnerstagmorgen gestorben, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in der thailändischen Hauptstadt. Mit Rücksicht auf Carradines Familie würden zunächst keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben. Die Zeitung “The Nation“ meldete auf ihrer Website unter Berufung auf Polizeiquellen, der Schauspieler habe sich offenbar in seiner Suite (Zimmernummer 352) im luxuriösen „Park Nai Lert Hotel“ erhängt.

Bilder aus David Carradines Karriere

David Carradine
Den Durchbruch schaffte David Carradine als Shaolin-Mönch „Kwai Chang Caine “ in der TV-Serie Kung Fu. © AP
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„Everybody was kung fu fighting!“ Die Serie löste einen weltweiten Boom der asiatischen Kampfkunst aus. Auch in späteren Jahren übte David Carradine noch Kung Fu-Tritte - wie hier im Garten. © AP
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Kung Fu-Training mit Brandon Lee (links), dem Sohn der Kampfsport-Legende Bruce Lee. © AP
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Sein großes Kino-Comeback schaffte Carradine 2003 mit dem Film „Kill Bill“. Das Bild zeigt ihn bei der Premiere des zweiten Teils in Madrid. Carradine lässt sich vor dem Filmplakat mit Uma Thurman ablichten. © dpa
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Die „Kill Bill: Vol. 2“-Crew 2004 bei den Filmfestspielen von Cannes. Von links die Schauspieler Michael Madsen, David Carradine, Uma Thurman und Regisseur Quentin Tarantino. © dpa
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David Carradine (links) mit „Kill Bill“-Regisseur Quentin Tarantino. © AP
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David Carradine wurde 72-Jahre alt. © AP

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Carradines Management bezweifelt Selbstmord

Carradines Agent Chuck Binder bestätigte dem englischen Sender BBC, dass sich der Schauspieler zu Dreharbeiten in Thailand aufgehalten habe. Dort filmte er seinen aktuellen Film „Stretch“ Im Interview mit dem Sender betonte der Binder, dass er von einem natürlichen Tod des Schauspielers ausgehe. Auf ihn habe Carradine in letzter Zeit stets einen bestens gelaunten Eindruck gemacht.

In Suite 352 im luxuriösen Hotel „Park Nai Lert“ in Bangkok wurde Carradine tot aufgefunden. 

Dagegen erklärte die thailändische Polizei gegenüber der BBC, dass ein Zimmermädchen den 72-Jährigen heute Morgen gefunden habe: Carradine habe leblos und nackt in einem Garderobenschrank gesessen. Ein Strick sei um seinen Hals und seinen Körper befestigt gewesen. Laut der Webseite des US-Nachrichtensenders „Fox News“ wurde Carradine dagegen von einem Produzenten tot aufgefunden. Wie die amerikanische Zeitung „The Nation“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, habe sich der Schauspieler mit einer Gardinenkordel stranguliert.

Bereits am Vorabend habe Carradine bei einem gemeinsamen Essen der Filmcrew gefehlt und sei nicht erreichbar gewesen. Da Carradine nicht mehr der Jüngste war, nahmen die Crew-Mitglieder an, er ruhe sich von den Strapazen der Dreharbeiten aus.

David Carradine wirkte in den 70er Jahren unter anderem in der Fernsehserie “Kung Fu“ mit. In den 80er Jahren mimte er den Gegenspieler Patrick Swayzes in „Fackeln im Sturm“. Die Fernseh-Saga über den amerikanischen Bürgerkrieg wurde zu einem weltweiten TV-Hit.

Außerdem spielte Carradine in verschiedenen Kinofilmen. Sein letzter großer Erfolg: Die Rolle des Attentäters Bill in den Quentin Tarantino-Filme “Kill Bill: Vol. 1“ und „Kill Bill: Vol. 2“. In diesem Jahr spielte Carradine noch im Actionfilm „Crank 2: High Voltage“ mit.

Er hinterlässt seine Frau Annie Bierman und vier Kinder.

Hier finden Sie laufend aktuelle Informationen zum Tod von David Carradine.

AP/fro

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