Selbstmord? „Kill Bill“-Star David Carradine tot

+
Als Shaolin-Mönch „Kwai Chang Caine “ wurde David Carradine (72) in der TV-Serie „Kung Fu“ zum Weltstar.

Bangkok - Der US-Schauspieler David Carradine („Kill Bill“, „Kung Fu“) ist in Bangkok tot aufgefunden worden. Möglicherweise hat sich der 72-Jährige erhängt.

David Carradines letzter Welterfolg: Die Rolle des Attentäters Bill im Zweiteiler „Kill Bill“. (Vor einem Filmplakat mit Uma Thurman)

Carradine sei entweder am Mittwochabend oder am Donnerstagmorgen gestorben, sagte ein Sprecher der US-Botschaft in der thailändischen Hauptstadt. Mit Rücksicht auf Carradines Familie würden zunächst keine weiteren Einzelheiten bekanntgegeben. Die Zeitung “The Nation“ meldete auf ihrer Website unter Berufung auf Polizeiquellen, der Schauspieler habe sich offenbar in seiner Suite (Zimmernummer 352) im luxuriösen „Park Nai Lert Hotel“ erhängt.

Bilder aus David Carradines Karriere

Bilder aus David Carradines Karriere

Lesen Sie auch:

Carradines Management bezweifelt Selbstmord

Carradines Agent Chuck Binder bestätigte dem englischen Sender BBC, dass sich der Schauspieler zu Dreharbeiten in Thailand aufgehalten habe. Dort filmte er seinen aktuellen Film „Stretch“ Im Interview mit dem Sender betonte der Binder, dass er von einem natürlichen Tod des Schauspielers ausgehe. Auf ihn habe Carradine in letzter Zeit stets einen bestens gelaunten Eindruck gemacht.

In Suite 352 im luxuriösen Hotel „Park Nai Lert“ in Bangkok wurde Carradine tot aufgefunden. 

Dagegen erklärte die thailändische Polizei gegenüber der BBC, dass ein Zimmermädchen den 72-Jährigen heute Morgen gefunden habe: Carradine habe leblos und nackt in einem Garderobenschrank gesessen. Ein Strick sei um seinen Hals und seinen Körper befestigt gewesen. Laut der Webseite des US-Nachrichtensenders „Fox News“ wurde Carradine dagegen von einem Produzenten tot aufgefunden. Wie die amerikanische Zeitung „The Nation“ in ihrer Online-Ausgabe berichtet, habe sich der Schauspieler mit einer Gardinenkordel stranguliert.

Bereits am Vorabend habe Carradine bei einem gemeinsamen Essen der Filmcrew gefehlt und sei nicht erreichbar gewesen. Da Carradine nicht mehr der Jüngste war, nahmen die Crew-Mitglieder an, er ruhe sich von den Strapazen der Dreharbeiten aus.

David Carradine wirkte in den 70er Jahren unter anderem in der Fernsehserie “Kung Fu“ mit. In den 80er Jahren mimte er den Gegenspieler Patrick Swayzes in „Fackeln im Sturm“. Die Fernseh-Saga über den amerikanischen Bürgerkrieg wurde zu einem weltweiten TV-Hit.

Außerdem spielte Carradine in verschiedenen Kinofilmen. Sein letzter großer Erfolg: Die Rolle des Attentäters Bill in den Quentin Tarantino-Filme “Kill Bill: Vol. 1“ und „Kill Bill: Vol. 2“. In diesem Jahr spielte Carradine noch im Actionfilm „Crank 2: High Voltage“ mit.

Er hinterlässt seine Frau Annie Bierman und vier Kinder.

Hier finden Sie laufend aktuelle Informationen zum Tod von David Carradine.

AP/fro

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.