Scheidung erfolgte 2009

Berlusconi: Ex-Frau muss Millionen-Summe an Unterhalt an ihn zurückzahlen

+
Veronica Lario und Silvio Berlusconi (Archivbild vom 31. Januar 2007).

Silvio Berlusconi hat vor Gericht einen Erfolg gegen seine Ex-Frau erzielt. Diese muss ihm nun Unterhaltszahlungen in Millionenhöhe zurückerstatten.

Veronica Lario muss ihrem Ex-Mann Silvio Berlusconi insgesamt 60 Millionen Euro an Unterhaltszahlungen zurückerstatten. Dies entschied ein Mailänder Gericht am Donnerstag, wie italienische Medien berichteten. Der viermalige Regierungschef Italiens war vor Gericht gezogen, weil er Lario für wohlhabend genug hält, um sich selbst zu versorgen.

Als Lario 2009 die Scheidung einreichte, hatte sie zunächst drei Millionen Euro Unterhalt pro Monat von Berlusconi erhalten. Ab 2014 wurde der Betrag auf eine monatliche Zahlung von 1,4 Millionen Euro reduziert.

Vor Gericht bestand der 81-jährige Berlusconi nun darauf, dass seine rund 20 Jahre jüngere Ex-Frau mit ihren Anlagen von 16 Millionen Euro, Familienschmuck sowie einem Verlagshaus finanziell bereits ausreichend abgesichert sei - und gewann. Insgesamt 60 Millionen Euro muss Lario dem ehemaligen Ministerpräsidenten nun zurückzahlen.

Lario hatte im Mai 2009 die Scheidung von ihrem Ehemann eingereicht, weil sie nicht mit einem Mann zusammenleben könne, der "mit Minderjährigen verkehrt". Zudem wurden dem ehemaligen Regierungschef Beziehungen mit anderen Frauen und Sexpartys mit Minderjährigen vorgeworfen.

Unter anderem hatte Berlusconi auf dem 18. Geburtstag eines neapolitanischen Models gefeiert und sich selbst als "Drachen" bezeichnet, dem sich die "jungen Jungfrauen" anböten. 2011 wurde Berlusconi dann beschuldigt, eine 17-jährige Tänzerin für Sex bezahlt zu haben. Der Skandal um die minderjährige Ruby und erotische "Bunga-Bunga"-Partys ging als "Rubygate" in die Berichterstattung ein.

Berlusconi, der sich Hoffnungen auf eine Rolle als Königsmacher bei den italienischen Parlamentswahlen im Mai macht, muss sich derzeit wegen falscher Zeugenaussagen und Bestechung vor Gericht verantworten. Er soll Gästen seiner Partys Geschenke im Gesamtwert von mehr als zehn Millionen Euro gemacht haben, damit sie vor Gericht zu seinen Gunsten aussagen.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.