Sofia Coppola: Durch Buch über Selbstmord zum Film

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US-Regisseurin Sofia Coppola mit dem Goldenen Löwen, den sie in diesem Jahr für ihren Film "Somewhere" bekam.

Berlin - Schon früh habe sie kleine Filme mit der Super-8- oder einer Videokamera gedreht, erzählte die US-Regisseurin in einem Interview. Der Wunsch, richtig Filme zu machen, sei aber erst nach der Lektüre eines ganz bestimmten Buches entstanden.

Es handelt sich um das Buch “Die Selbstmord-Schwestern“ (“The virgin suicides“) von Jeffrey Eugenides. “Ich wollte irgendwie das Buch beschützen. Und so habe ich es schließlich selbst verfilmt“, erklärte die Filmemacherin, die bereits mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde.

Es störe sie auch nicht, dass sie immer wieder auf ihren berühmten Vater angesprochen werde, sagte Coppola der “Berliner Morgenpost“ (Sonntagausgabe) zufolge. Rat hole sie sich nicht von ihm: “Ich habe nie versucht, ihn nachzuahmen, und er hat mich auch nie belehrt, wie ich etwas machen könnte.“

Dass Sofia Coppola für ihren neuen Film “Somewhere“ in Venedig den Goldenen Löwen gewonnen hat, freut vor allem ihre kleine Tochter Romy. Die Vierjährige würde am liebsten den ganzen Tag damit spielen, sagte Coppola der Berliner Zeitung “B.Z. am Sonntag“ zufolge.

In dem Film, der demnächst in den Kinos anläuft, geht es um die persönliche Krise eines Filmstars. Parallelen zu ihrem eigenen Leben gebe es nicht, erklärte die 39-jährige Tochter des Regisseurs Francis Ford Coppola. Natürlich sei ihr das Showbusiness durch ihren Vater wohlbekannt. “Dennoch führe ich ein ganz anderes Leben als mein Hauptdarsteller.“ Auch wenn sie mit ihrem Vater viel gereist sei und oft in Hotels gewohnt habe - “ich hatte eine schöne Kindheit“, betonte die Regisseurin.

dapd

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