Angriff auf Berlusconi inszeniert?

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Was hat der Leibwächter berlusconis in der Hand? Etwa eion Behälter für Theaterblut?

Rom - Im Internet kursieren pikante Gerüchte: Der Angriff auf Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi soll inszeniert gewesen sein - und zwar vom Cavaliere höchstpersönlich...

Der italienische Regierungschef war mit einer Souvenir-Nachbildung des Mailänder Doms beworfen worden und schwer verletzt worden. Er musste in die Klinik.

Auf youtube ist nun ein Video zu sehen, das einige Fragen zu dem Angriff stellt: War die Attacke auf Berlusconi eine Fälschung, steht dort in großen Lettern geschrieben. Das Video sei ein Renner in Italien, berichtet die Internetseite 20min.ch. 

Die Gerüchteküche kocht hoch: Die italienische Zeitung "Corriere della Sera" berichtet, dass es Leute gibt, die glauben, dass der Attentäter Massimo Tartaglia von Berlusconis Leuten beauftragt worden sein könnte. Die Zeitung wirft folgende Fragen auf: Warum war nach dem Schlag kein Blut zu sehen, später aber ein tiefer Schnitt im Gesicht Berlusconis? Woher hatte der Ministerpräsident so schnell ein Taschentuch zur Hand?

Warum hielt sich Berlusconi das Tuch die ganze Zeit vors Gesicht, bis er dann im Auto saß? Warum ist das Blut bei den Verletzungen so schnell geronnen, als sie dann im Auto endlich zu sehen waren? Was war das für ein seltsames Objekt, das einer der Leibwächter in der Hand hielt - etwa ein Behälter für Theaterblut? Warum brauchten die Leibwächter letztendlich so lange, um Berlusconi aus der Schusslinie zu bringen? Es hätte schließlich noch mehr nachkommen können...

Und warum sollte das Ganze geplant gewesen sein? Nun, damit der Cavaliere mal wieder ein paar Pluspunkte beim Volk einsacken kann.  Denn nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus ist Berlusconi eine Welle der Sympathie entgegengeschwappt. Tja, solche Gerüchte sind mit einiger Vorsicht zu genießen...

Die Attacke auf Berlusconi

Der nach einem tätlichen Angriff bei einer Wahlveranstaltung in Mailand im Gesicht verletzte italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat die Nacht im Krankenhaus verbracht. © dpa
Berlusconi müsse für mindestens 24 Stunden unter Beobachtung bleiben, hatten Ärzte des Mailänder San-Raffaele- Krankenhauses nach der Tat am Sonntagabend mitgeteilt. © dpa
Ein vermutlich psychisch kranker Mann (Foto) hatte Berlusconi einen schweren Gegenstand - offensichtlich ein Souvenirmodell des Mailänder Doms - ins Gesicht geworfen. © dpa
Dabei wurde das Nasenbein des 73-Jährigen angebrochen und zwei seiner Zähne beschädigt. © dpa
Außerdem erlitt er eine stark blutende Wunde an der Lippe. © dpa
Der 42-jährige mutmaßliche Täter wurde unmittelbar nach der Tat überwältigt und festgenommen. Der Mann aus Mailand sei bisher lediglich durch Verkehrsvergehen aufgefallen, teilten die Behörden nach seiner Vernehmung mit. Allerdings soll er wegen psychologischer Probleme seit zehn Jahren in Behandlung sein. © dpa
Nach der Tat mitten im Zentrum von Mailand wurde der stark blutende Ministerpräsident von Personenschützern in einem Auto in Sicherheit gebracht und in die Klinik gefahren. © dpa
Im Krankenhaus angekommen, versprühte er bereits wieder seinen bekannten Optimismus: “Mir geht es gut, mir geht es gut“, sagte Berlusconi, als er von der Notaufnahme auf sein Krankenhauszimmer gebracht wurde. © dpa
Vorsichtshalber sei auch eine Computertomographie gemacht worden, teilten die Ärzte mit. © dpa
Der wegen seiner Politik und privater Affären heftig umstrittene Ministerpräsident war in Mailand, um eine Mobilisierungskampagne seiner Partei Pdl (Volk der Freiheit) für die Regionalwahlen im März anzuführen. Bei öffentlichen Auftritten des Ministerpräsidenten gab es schon häufiger Protestaktionen. © dpa
Vertreter des regierenden konservativen Lagers machten ein “Klima der Konfrontation und des Hasses“ gegen Berlusconi für den Vorfall verantwortlich. Umberto Bossi von der Lega Nord sprach von einem “terroristischen Akt“. Auch die linke Opposition verurteilte die Gewalt gegen den Regierungschef. © dpa

Mit dickem Verband: Berlusconi aus Klinik entlassen

Silvio Berlusconi hat das Krankenhaus in Mailand wieder verlasssen. Mit einem dicken Verband im Gesicht. © ap
Silvio Berlusconi hat das Krankenhaus in Mailand wieder verlasssen. Mit einem dicken Verband im Gesicht. © ap
Silvio Berlusconi hat das Krankenhaus in Mailand wieder verlasssen. Mit einem dicken Verband im Gesicht. © ap
Silvio Berlusconi hat das Krankenhaus in Mailand wieder verlasssen. Mit einem dicken Verband im Gesicht. © dpa
Silvio Berlusconi hat das Krankenhaus in Mailand wieder verlasssen. Mit einem dicken Verband im Gesicht. © dpa
Silvio Berlusconi hat das Krankenhaus in Mailand wieder verlasssen. Mit einem dicken Verband im Gesicht. © dpa

Silvio Berlusconi: Seine Affären und Skandale

Korruption, Mafia-Verbindungen, Sexskandale: Silvio Berlusconi kam mit diversen Affären immer wieder in die Schlagzeilen. Hier eine Auswahl: © dpa
Spektakulärster Fall ist “Rubygate“. Die Staatsanwaltschaft lastet dem 75-Jährigen Kontakte zu dem minderjährigen marokkanischen Escortgirl Karima el-Marough, genannt “Ruby“, an. Da Berlusconi das Mädchen mit einem Anruf bei der Polizei aus deren Gewahrsam befreite, soll er sich auch wegen Amtsmissbrauchs verantworten. © dpa
Außerdem steht der Medien-Milliardär im Verdacht, den britischen Anwalt David Mills bestochen zu haben. 1998 soll Berlusconi 600 000 US-Dollar (436 347 Euro) bezahlt haben, damit dieser in Prozessen gegen seinen Medienkonzern Falschaussagen macht. Ein für Berlusconi maßgeschneidertes Immunitäts-Gesetz (“Lodo Alfano“), das zeitweise zur Aussetzung auch dieses Verfahrens geführt hatte, war vom Verfassungsgerichtshof Ende 2009 gekippt worden. © dpa
Drei prominente Mitglieder von Berlusconis Regierungspartei “Volk der Freiheit“ (PdL) gerieten im Juli 2010 ins Visier der Justiz - darunter ein wegen Geschäften mit der Mafia bereits verurteilter Berlusconi-Freund. Die Justiz wirft ihnen unter anderem vor, eine kriminelle Vereinigung mit aufgebaut zu haben, um politische und juristische Entscheidungen des Landes zu beeinflussen. Zuvor hatte ein ehemaliger Mafia-Killer Berlusconi vor Gericht sogar mit einer Serie von Bombenanschlägen in Verbindung gebracht. © dpa
Als Kandidatinnen der Regierungspartei für die Europawahl 2009 schlug Berlusconi drei junge Schönheiten vor: eine ehemalige TV-Ansagerin, eine Fernsehschauspielerin und eine Sängerin. © dpa
“Schamlose Luder im Dienst der Macht“, beschimpfte damals seine Noch-Ehefrau Veronica Lario die Damen. Lario reichte 2009 die Scheidung ein. © dpa
Eine angebliche Affäre mit der Schülerin Noemi Letizia hatte zuvor für Aufsehen gesorgt. Nach Berlusconis Besuch auf Noemis Party zum 18. Geburtstag hatte Gattin Lario öffentlich gesagt, Berlusconi treffe sich “mit Minderjährigen“. Gerüchte um eine Liaison mit der Schülerin, die ihn “Papi“ nannte, wies er allerdings zurück. © dpa
Und hier weitere Bilder, Skandale und Skandälchen von und mit Silvio Berlusconi: „Gott sei Dank gibt es mich“: Berlusconi leidet nicht an Minderwertigkeitsgefühlen. © dpa
Kleiner Mann: Ist 1,64 Meter groß, behauptet aber steif und fest, er sei 1,71 Meter. © dpa
Zumindest körperlich auf Augenhöhe: Angela Merkel und Silvio Berlusconi. © dpa
Liebt theatralische Gesten: Silvio Berlusconi. © dpa
Dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten gehören fast die Hälfte aller italienischen Fernsehsender. © dpa
Im „Canale 5“-Studio mit dem Journalisten Alessio Vinci. © dpa
Zwei Männer, die sich beide für unwiderstehlich halten und hielten: Berlusconi und der mittlerweile verstorbene libysche Staatschef Muammar al-Gaddafi. © dpa
Der Milliardär mal ohne Dauergrinsen im Gesicht. © dpa
Berlusconi ist fünffacher Großvater. © dpa
Mit Escort-Dame Patrizia D'Addario soll er auch ein Verhältnis gehabt haben... © dpa
Und wieder eine große Geste. © dpa
Berlusconi bei einer UN-Vollversammlung. © dpa
Shaking Hands mit den Obamas beim G20-Gipfel in Pittsburgh. © dpa
Im Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel. © dpa
Berlusconi war ziemlich sauer darüber, dass seine Straffreiheit aufgehoben wurde. © dpa
Wohin führt nun der Weg? © dpa
Hier sieht es aus, als säße Berlusconi auf der Anklagebank. Tat er auch ständig - irgendwie. © dpa
Berlusconi resigniert. © dpa
Ciao, Silvio! © dapd

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