Felipe und Letizia in Erklärungsnot

Spaniens Königshaus: Prekäre Textnachrichten veröffentlicht 

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Das spanische Königshaus um Letizia, Felipe, König Juan Carlos und Königin Sofia (von links).

Madrid - In Spanien sorgt die Veröffentlichung von privaten Textbotschaften des Königspaars für reichlich Aufregung. Der Inhalt der Nachrichten ist ebenso prekär.

Eine alte Freundschaft mit einem Geschäftsmann, der in einen Korruptionsskandal verwickelt ist, hat Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia in Erklärungsnot gebracht. Die Online-Zeitung „eldiario.es“ veröffentlichte Textnachrichten aus dem Jahr 2014, in denen das Königspaar dem Unternehmer Javier López Madrid nach Bekanntwerden der Korruptionsvorwürfe seine Unterstützung zusicherte. Die frühere Journalistin Letizia bezeichnete danach eine Zeitungsbeilage, die die Vorwürfe publik gemacht hatte, als „Scheißblatt“. 

Das Königshaus wollte zu der Enthüllung nicht Stellung nehmen. Die Textnachrichten stammten aus vertraulichen Ermittlungsakten der Justiz, verlautete nach Medienberichten vom Freitag aus Palastkreisen. Zudem sei das Königspaar mit dem Geschäftsmann nicht mehr befreundet. López Madrid gehörte zu einer Gruppe von Managern und Aufsichtsratsmitgliedern des Geldinstituts Bankia, die private Ausgaben mit Kreditkarten des Bankhauses beglichen haben sollen. Felipe bot dem Geschäftsmann ein Gespräch an.

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Justizminister Rafael Catalá betonte, die Gerichte prüften, ob die Veröffentlichung der Textnachrichten strafbar sei. Die Zeitung „El Mundo“, deren Beilage die Königin als „Scheißblatt“ bezeichnet hatte, stufte die Textnachrichten als den „ersten Fehltritt“ des Königspaars seit der Krönung von Felipe im Juni 2014 ein.

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dpa

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