Stefan Raab will mit Grand-Prix-Song in die Top Ten

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Stefan Raab sucht “Unseren Star für Oslo“.

Berlin - Entertainer Stefan Raab will Deutschland beim Eurovision Song Contest unter die Top Ten bringen. Sein (einfaches) Rezept: Schwung, ein unkonventioneller Künstler und ein mitreißender Titel.

Mit der neuen Casting-Show “Unser Star für Oslo“ könne es gelingen, einen deutschen Bewerber auf einen der ersten zehn Plätze zu bekommen, sagte Raab am Donnerstag bei der Vorstellung der deutschen Grand-Prix-Vorentscheide in Berlin. “Das ist eine nationale Aufgabe.“

Als deutscher Teilnehmer darf man nicht davon ausgehen, den ersten Platz zu erreichen“, sagte Raab. Aber mit Schwung, einem unkonventionellen Künstler und einem mitreißenden Titel sei ein Top-Ten-Platz möglich.

Deutsche Tops und Flops beim Eurovision Song Contest

Grand Prix
FLOP: Die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen holten 1959 mit "Heute abend wolln wir tanzen geh'n" Platz 8 von damals 11 Teilnehmern. © dpa
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TOP: Conny Froboess schaffte mit "Zwei kleine Italiener" 1962 Platz 6 von 16. © dpa
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TOP: Katja Ebstein erreichte 1970 mit "Wunder gibt es immer wieder" Platz 3 von 12. © dpa
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TOP: Auch 1971 trat Katja Ebstein wieder für die Bundesrepublik an. Mit "Diese Welt" kam sie abermals auf Platz 3 von 18.  © Weißfuß
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TOP: Mit "Nur die Liebe lässt uns leben" schaffte Mary Roos 1972 Platz 3 von 18. © dpa
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FLOP: Cindy und Bert kamen 1974 mit "Die Sommermelodie" nur auf den blamablen Platz 14 von 17. © dpa
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FLOP: Joy Fleming schaffte 1975 mit "Ein Lied kann eine Brücke sein" gerade einmal Platz 17 von 19. © dpa
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FLOP: Für die Les Humphries Singers reichte es 1976 mit dem "Sing Sang Song" nur für Platz 15 von 18. © dpa
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TOP: Ireen Sheer kam 1978 mit "Feuer" auf Platz 6 von 20. © dpa
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TOP: "Dsching... Dsching... Dschingis Khan" von der Gruppe "Dschingis Khan" holte 1979 Platz 4 von 19. © dpa
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TOP: Und wieder trat Katja Ebstein 1980 für die Bundesrepublik an. Sie verfehlte den Siefg knapp und landete auf Platz 2 von 19. © dpa
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TOP: Mit "Johnny Blue" schrammte auch Lena Valaitis ganz knapp am Sieg vorbei. (Platz 2 von 20) © dpa
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TOP: Sie ist die deutsche Grand Prix-Königin: Nicole gewann den Song Contest 1982 mit "Ein bißchen Frieden". Damals nahmen 18 Länder teil. Ralph Siegel schrieb den Siegertitel. © dpa
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TOP: Die Gruppe "Wind" holte 1985 mit "Für alle" Platz 2 von 19. © dpa
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TOP: Auch 1987 schickte die Bundesrepublik"Wind" ins Rennen. Und die Gruppe holte wieder Platz 2 von diesmal 22 Teilnehmern.  © dpa
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FLOP: Die "Münchner Freiheit" stürzte 1993 mit "Viel zu weit" ab. Es langte nur für Platz 18 von 25. © dpa
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TOP: Dorkas Kiefer holte 1994 mit dem Girl-Trio MeKaDo und "Wir geben 'ne Party" Platz 3 von 25. Ralph Siegel stllete die Gruppe für den Wettbewerb zusammen.  © dpa
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MEGAFLOP: Stone&Stone wurden 1995 Letzte mit "Verliebt in Dich". (Platz 23) © dpa
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TOP: Guildo Horn stellte 1998 die deutsche Eurovision-Ehre wieder einigermaßen her: Platz 7 von 25.  © dpa
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TOP: Die türkische Gruppe Sürpriz (produziert von Ralph Siegel) holte 1999  mit "Reise nach Jerusalem/Küdüs’e seyahat " Platz 3 von 23.    © dpa
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TOP: "Wadde Hadde Dudde da?" von Stefan Raab holte 2000 Platz 5 von 24. © dpa
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TOP: Michelle schaffte 2001 mit "Wer Liebe lebt" Platz 8 von 23. © dpa
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FLOP: Die von Ralph Siegel produzierte Corinna May schmierte 2002 mit "I can't live without Music" ab. Platz 21 von 24.  © dpa
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Eher TOP als FLOP: Lou (von Ralph Siegel produziert) landete mit "Let's get happy" 2003 auf Platz 12 von 26. © dpa
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TOP: Max Mutzke (von Stefan Raab produziert) schaffte 2004 mit "Can't wait until tonight" in der Türkei Platz 8 von 24. © dpa
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MEGAFLOP: Gracia wurde 2005 mit "Run&Hide" auf dem letzten Platz (von 24). © dpa
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Eher FLOP als TOP: Texas Lightning holte 2006 mit "No no never" Platz 15 von 24. © dpa
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FLOP: Roger Cicero blamierte sich 2007 mit "Frauen regier'n die Welt": Platz 19 von 24. © dpa
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MEGAFLOP: Die NoAngels wurden 2008 mit "Disappear" zum Grand-Prix-Gespött: Platz 23 von 25.  © dpa

Die Casting-Show soll in einer bisher einmaligen Zusammenarbeit zwischen ARD und ProSieben ausgestrahlt werden. Auftakt für die acht Sendungen ist am 2. Februar bei ProSieben. Aus 4500 Bewerbungen wurden 20 Kandidaten ausgewählt, die sich für den Gesangswettbewerb im Mai 2010 in Oslo qualifizieren können. Raab sitzt der Jury vor, die positive oder negative Einschätzungen zu den Künstlern abgeben wird. Der Jury gehören unter anderem Xavier Naidoo, Peter Maffay, Marius Müller-Westernhagen, Sarah Connor und Jan Delay an.

Als Moderatoren wurden der ProSieben-Mann Matthias Opdenhövel und die 1Live-Radiomoderatorin Sabine Heinrich gewonnen. Sie sollen als Duo durch die Liveshows führen. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren können die Zuschauer nicht nur über ihren “Star für Oslo“, sondern auch über den Song abstimmen, mit dem der Künstler beim internationalen Wettbewerb antreten wird.

ARD-Programmdirektor Volker Herres sagte, die neue Casting-Form könne beim Publikum für “ganz große Gefühle“ sorgen. Zugleich verteidigte er die ungewöhnliche Zusammenarbeit mit ProSieben: “Wenn es um eine nationale Aufgabe geht, dann kenne ich keine Konkurrenten mehr, dann kenne ich nur noch Deutschland.“

dpa/apn

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