"Tatort"-Erfinder mag am liebsten Liefers

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"Tatort"-Erfinder Gunther Witte.

Hamburg/Osnabrück - Der Erfinder des ARD-“Tatorts“, Gunther Witte (74), ist ein Fan des Münsteraner Ermittlerduos Jan Josef Liefers und Axel Prahl. “Bei diesen Folgen lache ich mich kaputt“, sagte er.

Er meint, dass die Krimis mit den Figuren Thiel (Prahl) und Boerne (Liefers) “von den Storys und der Komödiantik her durchaus vergleichbar sind mit Schimanski und Thanner“. Der “Tatort“ aus Münster gehört zu den quotenstärksten in der ARD-Krimireihe. Der 74-jährige Witte ist auch heute noch verärgert darüber, dass er vor Jahrzehnten dem Regisseur Rainer Werner Fassbinder einen “Tatort“ verweigerte: “Im Nachhinein muss ich wirklich sagen: Das war ein Fehler, und das tut mir leid.

Kommissare beim Kultkrimi Tatort

Kommissare beim Kultkrimi Tatort

Fassbinder hatte mich gefragt, ob er auch mal einen “Tatort“ machen könne, und ich antwortete ihm: Natürlich, gerne, prima. Und dann gab mir Fassbinder ein Exposé von einem anderen Autor, das hingeschludert und wirklich nicht gut war. Es ging um einen Bundesliga-Skandal.“ Seit fast 40 Jahren ist der “Tatort“ eine gemeinsame Reihe aller ARD-Anstalten und ein Quotengarant.

Doch beim Start war Witte nicht ganz wohl. “Ich wusste ja, dass es nirgendwo auf der Welt eine Krimireihe mit zehn verschiedenen Kommissaren gab. Manchmal habe ich gedacht: Das kann gar nicht sein, dass die Leute so etwas akzeptieren. Ich hatte ganz schön Muffensausen.“ Jetzt sei er überzeugt, dass der “Tatort“ auch dann noch da sein wird, wenn er selbst 100 Jahre alt wird: “Vorausgesetzt die ARD lebt dann noch.“

dpa

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