Krimi-Tod

Mysteriös: Ex-''Tatort''-Ermittler Sieghardt Rupp seit einem Jahr tot

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Sieghart Rupp gestorben

Wien - Seine Darstellung als „Zollfahnder Kressin“ im „Tatort“ ist bis heute unvergessen. Sieghardt Rupp brillierte auch als charmanter Bösewicht. Wie jetzt bekannt wurde, ist der Österreicher bereits seit 2015 tot.

Der ehemalige „Tatort“-Ermittler Sieghardt Rupp aus Österreich ist schon seit fast einem Jahr tot. Auf eigenen Wunsch war der Tod des gebürtigen Bregenzers bereits im vergangenen Sommer nicht bekanntgegeben worden. „Rupp, der zuletzt bewusst zurückgezogen lebte, starb am 20.7.2015 von der Öffentlichkeit unbemerkt in Wien“, teilte das Filmarchiv Austria auf seiner Homepage mit. Erst bei Vorbereitungen für eine Retrospektive hat das Filmarchiv das Ableben des Jubilars mit 84 Jahren festgestellt. Ab Mittwoch ist nun die Retrospektive zu Rupps Ehren in Wien zu sehen. Zuvor hatten österreichische Medien und die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Nach einer Ausbildung am renommierten Max-Reinhardt-Seminar in Wien folgten erste Engagements am Theater. 1959 ergatterte er seine erste Filmrolle. In Rollenklischees ließ er sich dabei nicht pressen. In Heimatfilmen war er ebenso zu sehen wie als Bösewicht im bekannten Western „Für eine Handvoll Dollar“.

Zum Star im deutschsprachigen Raum wurde der Schauspieler mit dem markanten Gesicht mit seiner ruppigen „Tatort“-Darstellung als „Zollfahnder Kressin“ in den 70er Jahren. Drei Jahre lang trat er als rauchender und prügelnder Ermittler mit flotten Sportwagen und vielen Liebschaften auf. Danach wechselte er wieder zum Theater und unterrichtete am Reinhardt-Seminar selbst. Für seine Darstellung des Dirigenten Wilhelm Furtwängler im Theater in der Josefstadt wurde er mit der Kainz-Medaille ausgezeichnet.

dpa

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