Thomas Hermanns: Comedy darf keine Tabus haben

+
Tabus dürfe es für Humoristen nicht geben, meint Thomas Hermanns. Foto: Ingo Wagner/Archiv

Rust (dpa) - Der Komiker Thomas Hermanns ("Quatsch Comedy Club") sieht Humor als Test für eine funktionierende Demokratie. "Man muss über alles lachen dürfen - von der Beerdigung bis zu Al-Kaida", sagte der 52-Jährige am Freitag im Europa-Park in Rust bei Freiburg der Deutschen Presse-Agentur.

Tabus dürfe es für Humoristen nicht geben. "Dort, wo Witze reguliert oder eingeschränkt werden, stimmt etwas nicht. In einer freien und offenen Gesellschaft sind stets auch die Lacher frei." Durchs Lachen entstehe Gemeinschaft und der Wille, sich auch ernsten Themen zu stellen. Dies stärke die Demokratie.

Hermanns ist Moderator des Radio Regenbogen Awards in Rust. Der von ihm 1992 gegründete "Quatsch Comedy Club" ist den Angaben zufolge das am längsten laufende Comedy-Format im deutschen Fernsehen.

Deutschland habe in Sachen Comedy in den vergangenen Jahren viel erreicht, sagte Hermanns. "Wir haben international bewiesen, dass wir auch lustig sein können." Es brauche jedoch nicht nur Comedy auf der Bühne, sondern auch im Alltag. "Von spontanem Humor, Witz und Selbstironie kann es ruhig ein bisschen mehr sein. Das könnte unser Land gut gebrauchen."

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.