Wütender Gastbeitrag im "Stern"

Schweiger an Edathy: "Verhalten ist zum Kotzen"

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"Tatort"-Kommissar Til Schweiger regt sich im "Stern" über den Fall Edathy auf.

Hamburg - Der Fall Edathy regt Til Schweiger auf und seine Wut will er nicht für sich behalten. Er schreibt einen Kommentar für den „Stern“. Edathy findet das „sehr seltsam“.

Schauspieler Til Schweiger hat vier Kinder und das Ende des Falls Sebastian Edathy macht ihn „wütend“. Das schreibt er gleich zu Anfang seines Gastbeitrags für den "Stern". Dass das Kinderporno-Verfahren gegen eine Zahlung an den Kinderschutzbund eingestellt worden ist, regt Schweiger auf. „Das, befürchte ich, muss doch jedem Pädophilen Mut machen“, kommentiert der 51-jährige Schauspieler.

Edathys Verhalten macht Schweiger „fertig“: „Wie er weiterhin darauf besteht, 'nichts Illegales' getan zu haben.“ Schweiger sagt, der Politiker habe in den vergangenen Monaten „kalt“ agiert. Und dafür findet der 51-Jährige deutliche Worte: „Ich finde das alles: erbärmlich. Schrecklich. Herr Edathy, Ihr larmoyantes Verhalten ist zum Kotzen.“

Edathy habe kein Mitgefühl gezeigt. „Da bekommen Kinder Zigaretten geboten von Männern und ein bisschen Geld, damit sie sich ausziehen. Kinder aus schwierigen Verhältnissen; Kinder, deren Eltern nicht achtgeben und es vielleicht auch nicht können.“

Der Politiker Edathy hat sich laut "Stern.de" auf Facobook verwundert über Schweigers Kommentar gezeigt. Das Nachrichtenportal zeigt einen Screenshot eines Posts von Edathy, in dem er Schweigers Kommentar als „sehr seltsam“ bezeichnet. Dieser Post ist in der Chronik von Edathys Facebookseite nicht mehr zu sehen. 

Schweiger erinnert an die Opfer

Mit seinem Gastbeitrag hat Schweiger nicht nur bezweckt, seine Meinung zu sagen. Er will eine Debatte anstoßen. Er will die Opfer, die Kinder, in den Fokus rücken – und eine Diskussion darüber führen, wie sie im Internet geschützt werden können.

Am Dienstag wurde bekannt, dass der Kinderschutzbund Niedersachsen die 5000 Euro von Edathy nicht haben will. Der Kinderschutzbund erhielt dafür von vielen Menschen Zustimmung.

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