"Ich war noch nie glücklicher"

Todkranker Simpson-Miterfinder spendet Millionen

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Er ist glücklich, trotz tödlichen Darmkrebs: Sam Simon (l., hier mit Schauspieler Martin Sheen) will in seinen letzten Lebensmonaten Gutes für Tier und Mensch tun.

Los Angeles - Als Simpson-Erfinder Sam Simon von der Darmkrebserkrankung erfuhr, beschloss er, sein gesamtes Vermögen für den Tierschutz zu spenden, hundert Millionen Dollar.

Die Ärzte gaben ihm noch drei bis sechs Monate zu leben, als sie sich die Ultraschallbilder von Sam Simon sahen. Beim 59-jährigen Miterfinder der TV-Serie "The Simpsons" wurde vor zwei Jahren Darmkrebs diagnostiziert. Anstatt in Selbstmitleid zu verfallen, beschloss er Gutes zu tun und entschied sich, sein Vermögen in gute Zwecke investieren - dabei liegen ihm vor allem hilfsbedürftige Tiere am Herzen.

In einem Interview mit Arnold Schwarzeneggers Ex-Frau Maria Shriver auf NBCNews erzählte Simon kürzlich: "Ich möchte gerade Tieren helfen, weil die nicht für sich selbst sprechen können und somit hilflos sind." Zusammen mit der Präsidentin der Tierorganisation PETA, Ingrid Newkirk, hat Simon schon zahlreiche Tierbefreiungsaktionen veranstaltet. "Für mich ist das fast wie Therapie. Mich um die Rechte der Tiere zu kümmern, gibt mir etwas, auf das ich mich freuen kann", berichtet Simon.

Vier Jahre lang arbeitete Simon mit "Simpsons"-Erfinder Matt Groening zusammen, bevor er 1993 die Serie nach einem Streit mit seinem Kollegen verließ. Weil er die Figuren "Mr. Burns" und "Dr. Hibbert" erfand, ist Simon allerdings bis heute an den Gewinnen der TV-Show beteiligt - jährlich sind das einige Millionen. Die investiert der TV-Produzent jetzt in das Wohl der Tiere.

"Ich war noch nie glücklicher in meinem Leben", so Simon, der seine Krebserkrankung als ein "lehrreiches Geschenk" beschreibt. Der Darmkrebs hätte ihm geholfen, endlich zu sehen, was im Leben am wichtigsten ist. "Es ist so schön, Tiere zu beobachten, die ihr ganzes Leben in Gefangenschaft verbracht haben, wie sie ihre ersten Schritte auf Gras machen können."

joh

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