"The Voice of Germany": TV-Kritik zum Start der fünften Staffel

Müssen wir uns wirklich darüber freuen, dass in Deutschland schon wieder Sänger gecastet werden? Unsere Antwort lautet Ja. Und doch nein.

Ja, weil diese fünfte Staffel der Pro 7/Sat.1-Produktion „The Voice of Germany“ in der ersten Folge überrascht. Mit ungewöhnlichen Kandidaten. Wie etwa Natascha aus Dreieich. Etwas älter, fülliger, Rockröhre mit bester Bonnie-Tyler-Janis-Joplin-Stimme. Wie Sabrina aus Luxemburg, die mit ihrem Undercut zwar aussieht wie eine Rockerin, aber eine Opernarie schmettert. Es sind Sänger, die mit dem überzeugen, was das Konzept dieser Sendung ausmacht: tollen Stimmen. Selbst Kandidaten, für die sich keiner der Juroren entscheidet, könnten leicht und locker DSDS gewinnen.

Apropos Jury: Es fehlt der freche Finne Samu Haber, der mit seinem ungewollt witzigen Deutsch-Englisch-Mix die Lacher meist auf seiner Seite hatte. Rea Garvey mit Waldschrat-Look möchte man lieber zum Friseur schicken, Stefanie von Silbermond mal so richtig erschrecken, um sie aus ihrer Bravheit aufzuschrecken. Erfrischend und schlagfertig hingegen sind Haber-Ersatz Andreas Bourani und Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier. Bitte mehr davon.

Wovon wir allerdings nicht mehr brauchen: endlose Werbepausen (man beachte: drei jeweils zehnminütige Werbeblöcke bei insgesamt 130 Minuten Sendezeit), ein dauergrinsendes Moderatoren-Duo Lena Gercke/ Thore Schölermann, das mit jedem Kandidaten einen auf „ziemlich beste Freunde“ macht und Sätze sagt wie „Was bist du denn für eine Braut?“ (Schölermann) oder „Es ist ne ziemlich coole Ehre, oder?“ (Gercke). Bitte streichen. Sie wird niemand vermissen.

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