TV-Kritik zum Tatort aus Münster: "Auf dem Zenit"

Unterhaltsames aus dem Münsterland gespickt mit den Sprüchen des beliebtesten "Tatort"-Ermittlerduos Boerne/Thiel gab es in "Der Hammer". Die Kommissare zeigten sich mit gewohntem Besserwisser-Gehabe und proletarischem Charme. Mark-Christian von Busse über den "Tatort" aus Münster:

Wo gibt´s denn so was, ein Landrat mit Bodyguards? Im beschaulichen Münsterland? Aber da ist auch immer ein brillanter Pathologe genau dann hilfreich zur Stelle, wenn die Polizei nicht weiter weiß. Es war wieder müßig, so manche Wendung des "Tatorts" auf Plausibilität zu überprüfen. Viel wichtiger: Der Krimi "Der Hammer" war grandiose Unterhaltung.

Die Fälle aus Münster sind ja ganz auf die Stars Jan Josef Liefers (diesmal mit Kurzhaarfrisur) und Axel Prahl zugeschnitten. Im 25. Auftritt als Duo Boerne/Thiel waren sie auf dem Zenit ihres "Tatort"-Schaffens. Für den Kontrast von professoralem Besserwisser-Gehabe mit proletarischem Charme gab es herrliche Szenen (eleganter Pyjama versus St.-Pauli-T-Shirt) und witzige, geschliffene, punktgenau sitzende Dialoge.

Lars Kraume (Buch und Regie), der schon Nina Kunzendorf und Joachim Król als Frankfurter Ermittlerteam Mey/Steier erfunden hat, zeigte vor allem, dass die Münsteraner Fälle Humor haben können, ohne allzu sehr in Klamauk abzugleiten, und eine überzeugende Krimi-Handlung vertragen.

Dazu gab es viel Gespür für Details, hübsche Überraschungen, eine stimmige Atmosphäre, tolle Bilder. Nicht zu vergessen die Darsteller, ob Frank Zander mit klasse Kurzauftritt als Zuhälter oder Milan Peschel mit seinen traurigen Augen. vbs@hna.de

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