TV-Moderatorin Petra Schürmann ist tot: Sie wollte ihre Tochter im Himmel wiedersehen

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TV-Moderatorin Petra Schürmann ist im Alter von 74 Jahren gestorben.

München - Die ehemalige, beliebte TV-Moderatorin Petra Schürmann ist tot. In der Nacht zum Donnerstag starb sie im Alter von 74 Jahren um 1.30 Uhr in ihrer Villa in Starnberg.

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Die Moderatorin und ehemalige Miss World soll unter schweren Depressionen gelitten haben. Vor sieben Jahren verlor sie ihre Tochter Alexandra Freund im Alter von 34 Jahren bei einem tragischen Autounfall. 2008 musste sie den nächsten Schicksalsschlag verkraften. Ihr Ehemann Gerhard Freund erlag einem Krebsleiden. Nach langer schwerer Krankheit ist die beliebte TV-Moderatorin in der Nacht zu Freitag Zuhause in Starnberg gestorben. Nach zunächst widersprüchlichen Angaben über den Sterbeort wurde am Donnerstag Mittag offiziell bestätigt, dass sie Daheim in Starnberg die Augen für immer geschlossen hat. 

Petra Schürmann: Ihr Leben in Bildern

1956 wurde die damals 21-Jährige in London zur bisher einzigen deutschen Miss World gekürt. © ap
In den 1960er Jahren kam Petra Schürmann zum Bayerischen Fernsehen. Dort begann sie ihre Karriere als beliebte Ansagerin. © dpa
Petra Schürmann hatte in in Köln, Bonn und München Philosophie und Kunstgeschichte studiert, bevor sie ihre Karriere als Fernsehmoderatorin startete. © Weißfuß Heinz
Auf dem Oktoberfest und bei anderen Veranstaltungen in München war der Promi mit Wohnsitz am Starnberger See gerne gesehen. © Weißfuß Heinz
Petra Schürmann mit ihrem Ehemann Gerhard Freund bei einem Empfang im Jahr 1993. © Weißfuß Heinz
1967 kam Petra Schürmanns einziges Kind, Tochter Alexandra, zur Welt. © fkn
Petra Schürmann mit ihrer Tochter Alexandra, die als Moderatorin für den Bayerischen Rundfunk tätig war, bei einem Stehempfang. © Schlaf Marcus
Alexandra entstammte der Ehe mit Gerhard Freund und trug auch seinen Namen. © dpa
Am 21. Juni 2001 verunglückte Alexandra Freund tödlich. Ein Geisterfahrer rammte auf der A8 Richtung Salzburg ihr Auto. © dpa
Petra Schürmann besucht mit Ehemann Gerhard Freund 2003 den Sommerempfang auf Schloß Schleißheim bei München. © dpa
Petra Schürmann begrüßt 2004 in Mannheim beim "Ball der Sterne" Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl. © dpa
TV-Moderatorin Petra Schürmann (l) und Bayerns ehemaliger Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) 1997 bei einer Aktion auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt. © dpa
Petra Schürmann, Miss World 1956, und Gerti Daub, Miss Germany 1957, sitzen gemeinsam auf einer Show-Treppe im Bonner Haus der Geschichte. © dpa
Moderatorin Petra Schürmann (l) beglückwünscht den Sammler, Maler, Schriftsteller und Multitalent Lothar-Günther Buchheim. 2004 wurde am Starmberger See das Museum der Phantasie nach ihm benannt.  © dpa
Petra Schürmann posierte 1970 in einem Kleid des Modeschöpfers Heinz Östergaard. © dpa
Östergaard lieferte in den 50er Jahren französischen Chic made in Berlin. © dpa
Fritz Egners Spielshow "XXO - Fritz & Co.": Nicht die Jagd nach spektakulären Gewinnen steht im Vordergrund des Spiels, sondern Schlagfertigkeit und gute Sprüche der jeweils neun Prominenten "Compagnions" von Fritz Egner und seinen beiden Kandidaten. Petra Schürmann war im Januar 2004 zu Gast. © dpa
2004 erhielt die Fernsehmoderatorin vom ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber den Bayerischen Verdienstorden. © dpa
Petra Schürmann 2004 zusammen mit Felix Raslag bei einem Konzert von Christina Aguilera im Mercedes-Benz Zentrum in München. © Sigi Jantz
Petra Schürmann mit Platinbären bei der Jubiläumsgala zum 10-jährigen Bestehen des Vereins Europahilfe für Kinder. © Sigi Jantz
Petra Schürmann 1997 in Köln. © dpa

Schürmann hatte große Gala-Shows und zahlreiche andere Sendungen bei ARD und ZDF moderiert. Die am 15. September 1935 geborene Tochter eines Kabelwerkdirektors in Mönchengladbach wurde 1956 zur einzigen “Miss World“ gekürt, die Deutschland jemals hervorbrachte.

2001: Schürmann-Tochter stirbt bei Geisterfahrer-Unfall

Alexandra Freund und ihre Mutter Petra Schürmann Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer  in das Auto von Alexandra. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © dpa
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner
Im Juni 2001 rast ein Geisterfahrer, ein 23-Jähriger aus Rosenheim, in das Auto von Alexandra Freund. Die 34-Jährige wird tödlich verletzt. © Josef Reisner

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Seit Mitte der 60er Jahre arbeitete sie beim Bayerischen Rundfunk, bei dem sie von der Ansagerin zur Moderatorin avancierte. Daneben wirkte sie aber auch als Schauspielerin in Filmen, Fernsehspielen und Theaterstücken mit. Darüber hinaus präsentierte sie sich mit Erfolg als Autorin und Malerin. Die beliebte Moderatorin hatte zuletzt zurückgezogen in ihrer Villa am Starnberger See gelebt. In den vergangenen Tagen hatten sich Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand Schürmanns gehäuft.

Nach dem von einem lebensmüden Geisterfahrer verschuldeten Tod ihrer Tochter Alexandra im Jahr 2001 verstummte Petra Schürmann aufgrund einer psychoreaktiven Blockade und war auf schriftliche Kommunikation angewiesen. Über den Verlust ihres einzigen Kindes, das sie “Püppchen“ nannte, ist die Fernsehmoderatorin nie hinweggekommen. “Das Leben stand für mich still“, schrieb sie in ihrem 2002 erschienenen Buch “Und eine Nacht vergeht wie ein Jahr“, mit dem sie versuchte, sich “das Grauen und den Kummer von der Seele zu schreiben“.

"In meinem Herzen ist eine große Leere"

Sie sagte auch Jahre später: “In meinem Herzen ist eine große Leere, und ich werde das nie überwinden.“ Dem Geisterfahrer konnte sie nie verzeihen: “Mein Hass auf den Täter ist maßlos. Er hat mein Glück zerstört.“ Die 34-jährige Alexandra Freund hatte denselben Beruf wie ihre Mutter und war mit einer Kollegin im Einsatz für den Bayerischen Rundfunk unterwegs, als am 21. Juni 2001 ein 23-jähriger Autofahrer auf der A 8 wendete und frontal auf sie zuraste. Bis zu jenem Tag sah man Petra Schürmann meist lächeln. Sie schien auf der Glücksseite des Lebens zu stehen, mit Schönheit, Charme, Intelligenz und Wortgewandtheit, als Liebling der Münchner Gesellschaft umschwärmt.

Petra Schürmann schrieb einst über ihre Tochter: “Wir beide lebten mehr als 34 Jahre lang in einem fast schon symbiotischen Verhältnis. Wir verstanden einander blind, teilten alle unsere Freuden und Leiden und ergänzten uns in vielen Dingen.“ In einem Fernsehinterview sagte sie: “Sie war mehr als eine Tochter für mich.(...) Sie war Freundin.“ Mit ihr hat Petra Schürmann auch ihren Lebensinhalt verloren. Im Jahr 2002 sagte sie in einem Interview, sie aber nach dem Unfall auch an Suizid gedacht. “Aber da war immer die große Angst, sie nicht zu treffen.“ Sie sei sehr gläubig. “Selbstmord ist doch eine Todsünde. Dann wäre Alexandra im Himmel und ich nicht“, erklärte sie.

dpa/ap/mm

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