Brief von über 100 Künstlern

Solidaritätswelle für "Pussy Riot"

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Nadeschda Tolokonnikowa (re.) und Maria Aljochina (Mitte) sitzen immer noch in Haft.

München - Madonna, Coldplay, die Toten Hosen... über 100 nationale und internationle Künstler haben in einem Solidaritätsbrief die Freilassung der russischen Frauenpunkband Pussy Riot gefordert.

Mehr als hundert internationale Künstler wie Madonna, Coldplay und Die Toten Hosen haben in einem Solidaritätsbrief an die inhaftierten Mitglieder der russischen Frauenpunkband "Pussy Riot" deren sofortige Freilassung gefordert. Die von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International initiierte und am Montag öffentlich gemachte Aktion soll Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina unterstützen:Die 23 und 25 Jahre alten Frauen waren im August vergangenen Jahres wegen eines Protestkonzertsgegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden.

In Ihrem Brief an Aljochina und Tolokonnikowa verwiesen die Unterstützer auf die Bedeutung des "schockierend unfairen" Verfahrens für Künstler, Musiker und Bürger in aller Welt. Außerdem forderten sie die russischen Behörden auf, die "harten Urteilssprüche zu überprüfen", damit beide Frauen zu ihren Kindern und Familien sowie zu einem normalen Leben zurückkehren könnten. Unter den Unterzeichnern finden sich auch Branchengrößen wie Bryan Adams, Adele, Bob Geldof, Elton John, Radiohead, U2 und Bruce Springsteen.

"Viele Musiker sagten mir, wenn man keinen Protestsong singen kann, ohne Angst vor einer Haftstrafe haben zu müssen, dann läuft etwas falsch", begründete Organisatorin Lucy Macnamara von "Art for Amnesty" den großen Zulauf für die Solidaritätsaktion, die weltweite Aufmerksamkeit auf die für 24. und 26. Juli angesetzten Anhörungen zur vorzeitigen Haftentlassung der beiden "Pussy-Riot"-Aktivistinnen lenken solle. "Hoffentlich nehmen die russischen Behörden letztendlich Vernunft an und lassen Maria und Nadeschda frei."

afp

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