Ur-Ur-Ur-Enkel unseres letzten Kaisers da

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Freuen sich über Zwillinge: Georg Friedrich Prinz von Preußen und seine Frau Sophie Prinzessin von Preußen (Archivbild).

Bremen - Gäbe es noch einen Kaiser, hätten wir jetzt Thronfolger: Der Chef des Hauses Hohenzollern, Georg Friedrich Prinz von Preußen (36), und seine Frau, Sophie Prinzessin von Preußen (34), sind Eltern von Zwillingen geworden.

„Mit großer Freude und Dankbarkeit gibt der Chef des Hauses die Geburt seiner Söhne Carl Friedrich und Louis Ferdinand bekannt, die am 20. Januar 2013 in Bremen zur Welt gekommen sind“, teilte eine Sprecherin der Generalverwaltung des Hauses am Dienstag in Berlin mit. „Prinzessin Sophie und die Zwillinge sind wohlauf“, hieß es weiter auf den Internetseiten der Generalverwaltung. Zuvor hatten Medien wie „Bild“ und „Gala“ darüber berichtet. Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. und Sophie sind seit August 2011 verheiratet.

Wie deutsch ist die Queen?

Der welfische Kurfürst Georg Ludwig von Hannover bestieg 1714 als Georg I. den Thron in London. Georg I. stand erst an 52. Stelle der Thronfolge. Er kam nur deshalb zur Königswürde, weil er Protestant war und die Engländer die Erbansprüche der katholischen Stuart-Dynastie abwehren wollten. Georg blieb der einzige britische König, der in Deutschland geboren wurde. © dpa
Ab 1840 benannte sich das Königshaus nach dem deutschen Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha. Königin Victoria, die Tochter einer deutschen Prinzessin, hatte Albert, einen Prinzen des gleichnamigen Adelshauses, geheiratet. © dpa
Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg-Gotha war Victorias Cousin mütterlicherseits. Bis zu seinem Tod 1861 hatte Albert großen Einfluss auf die britische Politik und gewann hohes Ansehen. Die Königin selbst starb 1901 nach fast 64-jähriger Herrschaft in den Armen ihres Enkels, Deutschlands letztem Kaiser Wilhelm II. Dessen Mutter war die älteste Tochter der Queen. © dpa
Die Beziehungen zur deutschen Familie wurde aber manchmal auch von dunklen Wolken überschattet: Wegen der deutschen Rolle im Ersten Weltkrieg änderte Georg V. im Jahr 1917 den Namen der Dynastie in Windsor. © dpa
Und auch Königin Elisabeths Eltern, König Georg VI. und Elizabeth Bowes-Lyon, erlebten schwere Zeiten während des zweiten Weltkriegs. In einem Brief schilderte "Queen Mum", dass sie und ihr Mann es während eines Luftangriffs am 13. September 1940 nicht schnell genug in den Luftschutzbunker geschafft hatten, als eine Fliegerbombe im Innenhof des Buckingham Palasts einschlug. Bei dem Angriff waren drei Diener verletzt worden. © dpa
Trotzdem durfte ihre Tochter nach dem Krieg einen Adeligen mit deutscher Herkunft ehelichen. Elizabeth heiratete am 2. Juni 1953 Prinz Philip von Griechenland und Dänemark in der Westminster-Abtei in London. © dpa
Prinz Philip, der Herzog von Edinburg, stammte väterlicherseits aus dem Adelsgeschlecht Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg. Die Familie stellt noch heute die Monarchen von Dänemark und Norwegen. König Georg I. von Griechenland war Philips Großvater. Seine Mutter, eine geborene von Battenberg, gehörte dem hessischen Landadel an. Seit dem Ersten Weltkrieg nennt sich Philips Familie Mountbatten. © dpa
Auch heute noch pflegt das britische Königshaus ihre Verbindung zur deutschen Verwandtschaft. Als Prinz William seine Kate heiratete, soll Ernst August von Hannover auch zur Traumhochzeit eingeladen gewesen sein. Der Welfenprinz ist ein Urenkel von Kaiser Wilhelm II und führt den Titel "Prinz von Großbritannien und Irland" im Namen. © dpa
Markgraf Maximilian von Baden und seine Frau Valerie waren ebenfalls auf William und Kates Hochzeit. Der Markgraf ist ein Cousin von Prinz Charles. © dpa

dpa

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