Kurze Rede des Sängers wird verlesen

Bob Dylan bedankt sich für seinen Nobelpreis

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US-Sänger Bob Dylan.

Los Angeles - Musikikone Bob Dylan wird seinen Literaturnobelpreis am Samstag nicht persönlich entgegennehmen, aber er hat zumindest vor, sich zu bedanken.

Der 75-Jährige habe eine kurze Rede geschickt, die während des Festbanketts in Stockholm verlesen werden solle, erklärte die Nobel-Stiftung am Montag. Dies befreit Dylan jedoch nicht von der Pflicht, eine "Vorlesung" zu halten - andernfalls erhält er den Nobelpreis nicht.

Zeitpunkt und Ort der "Vorlesung" darf Dylan selbst wählen. Auch darf er entscheiden, welcher Natur diese ist - so könnte es sich auch um ein "Video oder andere Darstellungsformen" handeln, wie die Schwedische Akademie erklärt hatte.

Bei der Preisverleihung am Samstag in der schwedischen Hauptstadt wird die US-Sängerin Patti Smith eines von Dylans Liedern interpretieren, "A Hard Rain's A-Gonna Fall".

Teilnahme an Preisverleihung Mitte November abgesagt

Dylan war am 13. Oktober als erstem Musiker überhaupt der Nobelpreis für Literatur zugesprochen worden. Tagelang reagierte er nicht, erst zwei Wochen später kündigte er an, er nehme die Ehre selbstverständlich an und wolle "falls möglich" auch zur Preisverleihung nach Schweden kommen. Mitte November sagte er dann aber in einem Schreiben an die Schwedische Akademie wegen "anderweitiger Verpflichtungen" ab.

Wahrscheinlich im Frühjahr kommt Dylan für mehrere Auftritte nach Schweden. Dann könnte er auch seinen Preis abholen.

Vor Dylan haben schon andere Preisträger die Zeremonie zur Verleihung der Auszeichnung ausgelassen: Doris Lessing aus Altersgründen, Harold Pinter aus Gesundheitsgründen und Elfriede Jelinek, weil sie sich psychisch dazu nicht in der Lage sah.

Lesen Sie auch: Bob Dylan schlägt Einladung ins Weiße Haus zu Nobel-Feier aus

AFP

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