30 Jahre nach Tod

Vaterschaftsklage: Maler Dalí wird aus dem Grab geholt

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Der spanische Künstler Salvador Dali.

Dreißig Jahre nach seinem Tod wird der Leichnam des spanischen Surrealismus-Künstler Salvador Dalí noch einmal aus dem Grab geholt. Grund ist eine Vaterschaftsklage.

Madrid - Der legendäre spanische Surrealismus-Künstler Salvador Dalí wird knapp drei Jahrzehnte nach seinem Tod aus seiner letzten Ruhestätte geholt. Zur Klärung einer Vaterschaftsklage ordnete ein Richter in Madrid die Exhumierung des Leichnams an, wie das zuständige Gericht am Montag mitteilte.

Die Klage sei von einer Frau aus dem katalanischen Gerona gestellt worden, hieß es. Exhumierungen zur Erstellung von DNA-Abstammungs-Gutachten kommen auch in Deutschland vor, wenn auf anderem Wege keine biologischen Spuren des Toten zu erhalten sind.

Die Identität der Klägerin wurde vom Gericht in Madrid zwar nicht mitgeteilt. In Spanien weiß man aber, dass es sich um eine 1956 geborene, namentlich bekannte Frau handelt, deren Mutter als Hausangestellte Dalís eine Liebesbeziehung zum Maler, Bildhauer, Grafiker und Schriftsteller unterhalten haben soll.

Der Maler mit dem stilvoll gezwirbelten Schnurrbart starb am 23. Januar 1989 im Alter von 84 Jahren an Herzversagen in seinem Geburtsort, dem katalanischen Figueres. Er wurde auf eigenen Wunsch in Figueres in seinem „Theater-Museum Dalí“ beigesetzt.

„Die Beständigkeit der Erinnerung“, auch „Die zerrinnende Zeit“ oder „Die weichen Uhren“ genannt, das er 1931 mit 27 Jahren malte, ist Dalís wohl bekanntestes Gemälde. Es ist im New Yorker Museum of Modern Art zu sehen.

dpa

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