Zhang Yimou

Zu viele Kinder - Regisseur droht Millionenstrafe

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Zhang Yimou

Peking - Nach seinem Verstoß gegen die chinesische Ein-Kind-Politik droht dem Star-Regisseur Zhang Yimou eine Geldstrafe in Millionenhöhe.

Zwei Anwälte reichten nach eigenen Angaben bei einem Gericht in Wuxi, der Heimatstadt seiner Frau, eine Klage ein. Wie die Anwältin Guo Chengxi sagte, verlangen sie, dass Zhang eine Billion Yuan (120 Millionen Euro) zahlen soll. Die Summe setzt sich den Angaben zufolge aus einem Bußgeld und Schadenersatz zusammen.

Nach wochenlangen Spekulationen über die Zahl seiner Kinder hatte Zhang am Montag einen Verstoß gegen die von den chinesischen Behörden eisern verfochtene Ein-Kind-Politik eingestanden. Der 62-Jährige und seine Frau hätten zwei Söhne und eine Tochter, teilte sein Produktionsstudio mit. Der Regisseur von Streifen wie "Rote Laterne" oder "Hero" hat zudem eine Tochter mit seiner früheren Frau.

In China ist es Paaren bis auf wenige Ausnahmen strikt verboten, mehr als ein Kind zu haben. Zhangs Fall sei aber typisch für viele reiche Chinesen, die es sich leisten könnten, gegen die Ein-Kind-Politik zu verstoßen und einfach die fälligen Strafen zahlten, sagte der andere Anwalt, Jua Fangyi der staatlichen Zeitung "China Daily". Das sei "unfair" gegenüber ärmeren Leuten und gegenüber denen, die sich strikt an die Regeln hielten. Nach Einschätzung der "China Daily" muss das Gericht die Klage aber nicht annehmen.

afp

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