Westernhagen startet Deutschlandtournee

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Marius Müller-Westernhagen beim Start seiner Deutschlandtournee in Mannheim.

Mannheim - Zum Start seiner Deutschlandtournee hat der Musiker Marius Müller-Westernhagen am Freitagabend in Mannheim seine Fans in einer 150-minütigen Bühnenshow begeistert.

Der etwas zerbrechlich wirkende 61-Jährige mit goldfarbener John-Lennon- Sonnenbrille, gepunktetem Hemd und Seidentuch im Stil der 70er spielte dabei mit seiner Band auch Titel aus seinem 2009 erschienenen Album “Williamsburg“. Die anfangs etwas zurückhaltende Stimmung unter den rund 8500 Zuschauern steigerte sich immer dann, wenn unter den insgesamt 26 gespielten Songs alte Hits wie “Willenlos“, “Sexy“ oder als Zugabe “Freiheit“ gespielt wurden. Statt Feuerzeugen wurden dabei begeistert viele leuchtende Handys geschwenkt. Oftmals sangen die hingerissenen Fans schneller als der Sänger, der stellenweise ungewohnt bedächtig agierte und zu seinen Anhängern gerührt sagte: “Ihr macht mich fertig!“ und “Was immer auch passiert, ich werde Euch nicht vergessen“.

Weitere Konzerttermine:

Stuttgart (10.10.)

München (11.10.)

Frankfurt/Main (13.10.)

Köln (16.10.)

Dortmund (17.10.)

Leipzig (20.10.)

Berlin (21.10.)

Hannover (24.10.)

Hamburg (25.10.)

Im Publikum saßen vor allem Fans, die mit ihrem Idol “mitgealtert“ waren, Menschen zwischen 40 und 70 Jahren, die Müller-Westernhagen schon vor Jahrzehnten mit seiner rauchigen Stimme zu schätzen wussten. Seine Band bot hörenswerte Soloeinlagen von Violine und Saxofon nicht nur bei Schmusesongs. Dabei schaffte es der Musiker auch, zusammen mit seinem Gitarristen zwischen den Stücken zu improvisieren. “Marius und wir sind einfach älter geworden, aber er kann es immer noch“, sagte ein zufriedenes Ehepaar. Es gab nach dem Konzert aber auch Fans, die meinten, Müller-Westernhagen müsse sich die Strapazen einer großen Tour nicht mehr antun.

Müller-Westernhagen zählt zu den bedeutendsten Popmusikern Deutschlands und veröffentlichte während seiner 35-jährigen Bühnenkarriere 18 Studio- und drei Konzertalben. Sein 1989 veröffentlichter Hit “Freiheit“ entwickelte sich im gleichen Jahr während der friedlichen Revolution in der DDR zu einer Hymne. Sein jüngstes Album hatte der Sänger im gleichnamigen New Yorker Stadtteil “Williamsburg“ mit amerikanischen Musikern wie Larry Campbell, Peter Stroud (Gitarre) oder Andy Newmark und Shawn Pelton (Schlagzeug) aufgenommen und ohne Plattenfirma veröffentlicht. Dennoch stürmte es im Herbst 2009 sofort den zweiten Platz der Hitparade.

dpa

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