Whitney: Flop zum Tournee-Auftakt

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US-Popdiva Whitney Houston ist mit einer Welt- Tournee erstmals nach zehn Jahren zurück auf der Bühne. Doch der Auftakt war für die 46-Jährige in Moskau alles andere als ein Triumph.

Moskau - US-Popdiva Whitney Houston ist mit einer Welt- Tournee erstmals nach zehn Jahren zurück auf der Bühne. Doch der Auftakt war für die 46-Jährige in Moskau alles andere als ein Triumph.

Vor gut 10 000 Zuhörern präsentierte Houston einen Mix alter Hits mit Songs ihres neuen Albums “I Look To You“. Der in dicke Pelzmäntel gehüllten Houston machte am Mittwochabend allerdings nicht nur die russische Kälte in der Olympia-Halle zu schaffen. Dem Star weltberühmter Liebesballaden wie “I Will Always Love You“ und “My Love Is Your Love“ fehlte es vor allem an Stimmkraft und Ausdauer. Ihre von Drogenexzessen schwer gezeichnete Stimme erreichte nur für wenige Augenblicke den Glanz früherer Jahre - und ließ viele Fans ernüchtert zurück. “Whitney, Dawai!“ (Na los doch, Whitney!) riefen einige Russen, viele um die 40, aber auch Kinder und Großeltern, ihrem Idol zu.

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Ihre aus dem Film “Bodyguard“ bekannte Hymne “I Will Always Love You“ fiel klar hinter die Erwartungen und den Glamour der Kino- Version zurück. Immer wieder brach die Diva in Tränen aus, als ob sie selbst ihrem einstigen Ruhm und ihren früher von der Kritik gerühmten drei Oktaven hinterherweinte. “My voice is lost in tears“ (Meine Stimme ist in Tränen erstickt), räumte die Soul-Legende ein. Sie dankte immer wieder “Gott“ und ihren Anhängern, dass sie überhaupt zurück ist und die “Schmerzen ihres Lebens“ überstanden habe. Gemeint sind die Drogenskandale und die Trennung von ihrem Mann Bobby Brown.

Das Thema ihres neuen Albums ist das Wiederfinden von Kraft und Stärke in Gott: “In You I Can be Strong“ (Durch dich kann ich stark sein), singt sie im Refrain des Album-Titelsongs. Auf der Bühne einer Halle mit hunderten leeren Stühlen stand eine gestürzte Popkönigin. Ihre Stimme ist tiefer, reifer und rauer, fast heiser und kratzig. In ihrem Paillettenkleid unter dem Pelz, später in einem schwarzen schulterfreien Oberteil und enger Hose, suchte sie immer wieder nach Halt im Publikum. Auch Swetlana Medwedewa, Frau des russischen Präsidenten, schaute zu. “We love you, Whitney!“ riefen Fans. “You are the queen of the night!“ (Du bist die Königin der Nacht!) Erst unlängst hatte US-Moderatorin Oprah Winfrey die Stimme der Soul-Diva als “Nationalerbe“ bezeichnet. Doch in Moskau fiel vor allem ihre Kurzatmigkeit auf.

Der Abend wurde vor allem von den vier Background-Sängerinnen mit ihren starken Stimmen getragen, so dass Houston selbst kaum einen Song vom Anfang bis zum Ende singen musste. Meistens setzte die Sängerin nur die Akzente, mit ihrem weiter unverkennbar markanten Timbre. Der Beginn der “Whitney Houston Show“, wie sie den Abend selbst nannte, verzögerte sich um gut eine Stunde. Die Sängerin machte den Moskauer Verkehr verantwortlich. Doch vermittelte der Abend mit dem Charme einer Generalprobe insgesamt den Eindruck einer improvisierten Show, bei der Houston auch ihre Band mit immer neuen Änderungen irritierte und insgesamt eine Linie vermissen ließ. Einmal dankte sie einer Modeschöpferin für den grünen und schwarzen Pelzmantel aus Fuchs und Chinchilla.

Einmal erinnerte sie mit einem Gospel - einem gesungenen Gebet - an die etwa 130 Toten der Feuerkatastrophe in einem Nachtclub der russischen Stadt Perm. Einmal widmete sie, auf einem Barhocker sitzend, ihrer 16 Jahre alte Tochter Bobbi Kristina einen Liebessong. Houston erinnerte auch mit Liedern wie “Man In The Mirror“ an den gestorbenen Michael Jackson. Im Frühjahr soll die heiße Phase ihrer Tournee beginnen, das erste Deutschland-Konzert ist am 12. Mai in Berlin geplant.

dpa

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