Heimliche Verlobung: Reg Traviss wollte Amy glücklich machen

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Amy Winehouse hatte mit ihrem Verlobten Reg Traviss große Pläne.

London - Über eine Woche nach ihrem plötzlichen Tod wurde nun bekannt, dass Amy Winehouse verlobt war. Doch es gab kein Happy End.

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Sie wollte ihr Leben endlich in den Griff bekommen. Wie jetzt bekannt wurde, sah noch im Juni alles nach einem Happy End aus. Amy Winehouse hat wenige Wochen vor ihrem Tod am 23. Juli 2011 einen Heiratsantrag bekommen. Ihr Freund Reg Traviss steckte der Souldiva einen Diamantring an.

Wie die englische "Sun" berichtet, seien Amy und Reg sehr glücklich gewesen. Die beiden zeigten der Öffentlichkeit ihre Zuneigung zueinander und konnten sich vorstellen, eine Familie zu gründen. Sie sah ihre Verlobung als Chance, endlich aus dem Drogenkreislauf zu entkommen und ein neues Leben zu beginnen. Reg zuliebe besuchte sie im Juni erneut eine Entzugsklinik.

Amy Winehouse: Ihr Leben in Bildern

Mit ihrer ungewöhnlichen Stimme sorgte Amy Winehouse unter Musikkritikern für Aufsehen. Die Britin wurde 2006 mit ihrem Album “Back to Black“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Das Album brachte Winehouse diverse Auszeichnungen ein, darunter der Grammy. © dpa/dapd
Doch ihr musikalischer Erfolg wurde immer wieder von Schlagzeilen über ihre Alkohol- und Drogeneskapaden überschattet. Am Samstag wurde Winehouse tot in ihrer Londoner Wohnung aufgefunden. © dpa/dapd
Winehouses Tod im Alter von 27 Jahren weckt Erinnerungen an den von Janis Joplin und Jimi Hendrix - wie Winehouse zwei gefeierte Musiker, die gegen die Drogensucht ankämpften und nur 27 Jahre alt wurden. © dpa/dapd
Geboren wurde Winehouse am 14. September 1983 als Tochter eines Taxifahrers und einer Apothekerin in London. Schon in ihrer Jugend entdeckte die Britin ihr Gesangstalent, mit 13 Jahren bekam sie eine Gitarre geschenkt. In der Schule lief es für Winehouse, deren Markenzeichen später ihre stark toupierten Haare und ein großzügiger Lidstrich wurden, weniger gut. © dpa/dapd
Sie flog von der Sylvia Young Stage School und hatte auch auf einer Mädchenschule im Süden Londons Probleme. Aus dem Hass auf die Schule entstand bei Winehouse eine Liebe zur Musik. Immer stärker wurde die Britin vom Jazz, HipHop- und R&B-Einflüssen geprägt. © dpa/dapd
Nach ihrem Debütalbum “Frank“ war es im Jahr 2006 “Back to Black“, das Winehouse berühmt machte. In Deutschland stand das Album auf Rang eins, die darauf enthaltenen Singles “Rehab“ und “Back to Black“ stiegen hoch in den internationalen Charts ein. Winehouse räumte fünf Grammys ab, unter anderem den als beste neue Künstlerin. Bei den Brit Awards wurde sie 2007 als “Best British Female Solo Artist“ ausgezeichnet. © dpa/dapd
Winehouse heiratete im Mai 2007 ihren Verlobten Blake Fielder-Civil, drei Monate später brachen beide nach nur wenigen Tagen einen Aufenthalt in einer britischen Entzugsklinik ab. Ihre Alkohol- und Drogensucht war damals bereits kein Geheimnis mehr. © dpa/dapd
Im November des gleichen Jahres musste Winehouse aus gesundheitlichen Gründen alle Konzerte bis Jahresende absagen. Weil die Inhaftierung ihres Ehemanns wegen Behinderung der Justiz die Sängerin emotional zu sehr belastete, hatte ein Arzt ihr ein Auftrittsverbot erteilt. © dpa/dapd
Fielder-Civil wurde im Juli 2008 zu 27 Monaten Haft verurteilt. Winehouse trat unterdessen immer häufiger sichtbar unter dem Einfluss von Drogen stehend in der Öffentlichkeit auf. © dp/dapd
Im Juli 2009 wurde die häufig turbulente Ehe von Winehouse und Fielder-Civil nach zwei Jahren geschieden. Fielder-Civil hatte Anfang des selben Jahres die Scheidung eingereicht und diesen Schritt mit der Untreue seiner Frau begründet. Laut Gerichtsunterlagen beschrieb er das Zusammenleben mit der Sängerin als “unerträglich“. © dpa/dapd
Immer wieder bekam Winehouse Ärger mit der Justiz. Unter anderem wurde die Sängerin Ende 2009 wegen eines Zwischenfalls bei einem Theaterbesuch festgenommen und gegen Kaution freigelassen. Die Polizei erklärte damals, Winehouse werde wegen eines Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung belangt. © dpa/dapd
Britische Medien berichteten, die Sängerin sei mit einem Angestellten des Theaters aneinandergeraten, nachdem sie mit Zwischenrufen die Vorstellung gestört habe. Erst wenige Monate zuvor war Winehouse vom Vorwurf des Angriffs auf einen weiblichen Fan freigesprochen worden. Der Sängerin war vorgeworfen worden, der Tänzerin Sherene Flash auf einem Wohltätigkeitsball auf eine Auge geschlagen zu haben. © dpa/dapd
Zuletzt tauchte Winehouse in der Medienberichterstattung auf, nachdem sie im Juni zum Start ihrer Europatournee in Belgrad von serbischen Fans ausgepfiffen worden war. Serbische Medien beschrieben den Auftritt vor 20.000 Zuschauern als Skandal und Katastrophe. © dpa/dapd
Zeitweise sei Winehouse von der Bühne verschwunden habe es ihrer Band überlassen, das Publikum zu unterhalten, hieß es. Kurz vor dem Auftritt hatte Winehouse wieder eine Woche in einem Entzugsprogramm verbracht. © dpa/dapd

Als Winehouse nach einer Woche die Klinik verließ, beteuerte sie, dass sie nun die Finger von Alkohol und Drogen lasse. Auch ihr Verlobter bestärkte sie in ihrem Vorhaben. Doch Winehouse wurde wieder rückfällig. Reg ließ sie diesmal im Stich. Er wollte nicht mit ansehen, wie Amy an der Sucht zugrunde geht.

Kurz darauf starb die Sängerin.

Auch Amys Familie hielt viel von Reg Traviss. "Amy hat durch Reg Liebe gefunden. Er hat ihr mit ihren Problemen geholfen und Amy malte sich bereits die Zukunft mit ihm aus“, sagte Mitch Winehouse auf der Beerdigung.

Winehouses Vater setzt sich jetzt für den Kampf gegen Drogen ein. Vor dem britischen Parlament forderte er eine verbesserte staatliche Unterstützung von Drogen-Entzugsprogrammen.

Bei einer Debatte mit dem für Kriminalitätsbekämpfung zuständigen Staatssekretär James Brokenshire begründete er sein Vorgehen: "Ich will mich für Dinge einsetzen, die Amy wichtig gewesen wären." Dies sei nicht nur für Mitch wichtig, sondern für das ganze Land.

sm

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