In Klinik gestorben

"Winnetou"-Darsteller Pierre Brice ist tot

Paris - Der französische Schauspieler und „Winnetou“-Darsteller Pierre Brice ist tot.

Die Abenteuer von Apachenhäuptling Winnetou und Old Shatterhand begeisterten ein Weltpublikum. Die Verfilmungen des Apachenhäuptlings und dessen Blutsbruder fesselten die Zuschauer vor den Fernsehern. Nun trauert die Fangemeinde. Hauptdarsteller Pierre Brice ist am Samstag in einem Krankenhaus in Paris gestorben, teilten das Management und der Anwalt des Schauspielers mit.

Von 1962 bis 1968 spielte der Franzose, der in Brest geboren wurde, die Rolle des Winnetou in insgesamt elf Karl-May-Film – sieben davon an der Seite des US-Amerikaners Lex Barke. Die Filme machten Pierre Brice vor allem in Deutschland zum Star. Später verkörperte er die Figur des berühmten Indianers auch bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg.

Privat lebte der Franzose gemeinsam mit seiner 20 Jahre jüngeren Ehefrau Hella, die im bayerischen Amberg aufwuchs, in einem Jagdschlösschen in Paris. Die Verbindung zu ihrer Heimat Bayern blieb über all die Jahre bestehen. Vor allem die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen, in der Hella Brices Schwester Hummy Wisgickl mit ihrer Familie lebt, hat es den beiden angetan. Deshalb entschied sich das Paar, ihr Jagdschloss zu veräußern und ins Werdenfelser Land zu ziehen.

Auf 2000 Quadratmetern Fläche ließ der Winnetou-Darsteller 2013 ein 900 Quadratmeter großes Mehrfamilienhaus im Landhausstil errichten. „Der Ort ist so schön, wie lieben ihn“, schwärmte seine Frau immer wieder. Dort sollte das Ehepaar Brice gemeinsam mit Hellas Drillingsschwestern Wisgickl und Gaby Dück zusammenwohnen. Der Abschied fiel Pierre Brice nicht leicht, weshalb er den Verkauf seines alten Wohnsitzes hinauszögerte. Dennoch war es sein Vorschlag nach Garmisch-Partenkirchen umzusatteln. „Wenn ich gehe, will, ich dass meine liebe Frau, bei ihrer Familie ist. Ich will nicht, dass sie alleine ist“, sagte Brice damals in einem Interview.

Manuela Schauer

Rubriklistenbild: © dpa

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