Sorge vor Schwulen-Demos

Grand Prix: Dita von Teese ist zuversichtlich 

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Der US-amerikanische Musicalsänger Oscar Loya (l) und der deutsche Produzent Alex Christensen vom Duo "Alex Swings Oscar Sings!" treten zusammen mit der Burlesque-Künstlerin Dita von Teese für Deutschland an.

Moskau - Mit der Ankunft der Stripperin Dita von Teese in Moskau ist das für Deutschland antretende Trio vor dem Finale des Eurovision Song Contest (ESC) an diesem Samstag komplett.

Kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich die US-Amerikanerin am Freitag auf einer Pressekonferenz mit dem Duo Alex Swings Oscar Sings! in der Olympia- Halle zuversichtlich. “Ich bin nicht hier, um Deutschland vor einer weiteren schlechten Platzierung zu retten - das schaffen die Jungs allein“, sagte die 36-Jährige. Sie tritt in dem Titel “Miss Kiss Kiss Bang“ gemeinsam mit dem Hamburger Produzenten Alex Christensen und US-Musicalsänger Oscar Loya auf. “Miss Kiss“ versprach eine “sexy Show“, bei der sie “nicht alles zeige“. “Es heißt “sex sells“, und wir wollen den grandiosen Song “Miss Kiss Kiss Bang“ doch gut verkaufen“, sagte von Teese, die sich wie Schneewittchen mit knallrot geschminkten Lippen und im knielangen Kleid präsentierte. Sie glaube aber nicht, dass ihre Strip-Show “zu heiß für den Grand Prix“ werde.

Die Edelstripperin Dita von Teese in Bildern

Dita von Teese
Purer Luxus: Dita von Teese in einer goldenen Badewanne. © ap
Dita von Teese
Die Schauspielerin und Burlesque-Tänzerin Dita von Teese im Gay und Lesbian Center in Los Angeles. © ap
Dita von Teese
Die Teese posiert bei einer Benefiz-Gala im Champagnerglas. © ap
Dita von Teese
Der Weltstar ist seit Jahren Gast der Filmfestspiele im französichen Cannes, hier 2006. © dpa
Dita von Teese
Wo Model Dita von Teese auftaucht, sind Paparazzi nicht weit. © dpa
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Sie gibt dem Weinbrand Cointreau weltweit ein Gesicht. © dpa
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Cointreau Teese: 4 cl Cointreau, 2 cl Apfelsaft, 1,5 cl Monin Veilchenextrakt und 1,5 cl Frischer Zitronensaft, Glasrand mit Ingwer überziehen. © dpa
Dita von Teese
Die US-Amerikanerin in ihrer Cointreau-Show © dpa
Dita von Teese
Leicht bekleidet auf der Ispovision Messe für Sportmode in Müchen. © dpa
Dita von Teese
Sexy: Wo sie auch auftaucht, zieht sie die Aufmerksamkeit aller auf sich. © dpa
Dita von Teese
In Königsblau: Die Teese verleiht der Party der Zeitschrift Glamour Strahlkraft. © dpa
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Verheiratet: Der Striptease-Star und Schock-Rocker Marilyn Manson. Trennung nach wenigen Jahren. © ap
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Gerüchte über die Hochzeit 2004: Die beiden wollten Blut austauschen. © dpa
Dita von Teese
Während der Mailänder Modewoche posiert die Teese. Die roten Handschuhe sind exakt auf ihre Kirschroten Lippen abgestimmt. © dpa
Dita von Teese
Festlich: Dita von Teese beim Wiener Opernball auf dem roten Teppich. © dpa
Dita von Teese
Sie war zu Gast in der Loge des österreichischen Baulöwen Richard Lugner. © dpa
Dita von Teese
Dita von Teese besucht das Sissi-Museum. © dpa
Dita von Teese
Die Stilikone, die an ein Pin-up-Model der 50er Jahre erinnert, gab 2008 Heidis Topmodels Nachhilfe in lasziven Bewegungen. © dpa
Dita von Teese
Dita von Teese wirbt für M-A-C-Lippenstifte. © Sigi Jantz

Dass sie als US-Amerikanerin in Moskau für Deutschland antrete, empfinde sie nicht als unpassend, sagte die Ex-Frau von Schockrocker Marilyn Manson. “Ich habe viele Freunde in Deutschland und lasse mich im Auftreten vom Berlin der 30er Jahre inspirieren“, sagte die Burlesque-Tänzerin. Nach Angaben des deutschen Delegationsleiters Ralf Quibeldey wird die Tänzerin zwar den ganzen Song über auf der Bühne sein. “Aktiv wird die Dame aber erst im letzten Drittel“, kündigte er an.

Dabei reite Dita von Teese unter anderem auf einem Sofa in Form eines Kussmundes. “Ich habe kein Lampenfieber, spüre aber eine nervöse Energie“, sagte das Glamourgirl in Moskau.

Eurovision Song Contest: Halbfinale in Moskau

Eurovision Song Contest Halbfinale
Mit der spektakulären Bauchtanz- und Akrobatik-Nummer “Düm tek tek“ zog die für die Türkei antretende Popsängerin Hadise als Erste ins große Finale ein. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Die Powerstimme von Chiara aus Malta (“What If We“) begeisterte das Publikum mit einer gefühlvollen Ballade. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Die schwedische Sopranistin Malena Ernman gab die Klassik-Rock-Nummer “La voix“ zum besten. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Portugal schaffte es mit einem Sommerlied der Band "Flor-de-Lis" ins Finale. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Aus der Kaukasusrepublik Armenien überzeugte das in blauen Prunkkleidern singende Duo Inga & Anush mit dem Popsong “Jan Jan“. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Die junge Isländerin Yohanna (“Is It True?“) begeisterte mit einer Ballade. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Elena setzte sich im Halbfinale in Moskau für Rumänien durch. © ap
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Auch Bosnien-Herzegowina hat es mit der Sängerin Regina ins Finale geschafft. © ap
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Acht Länder mussten ihre Koffer packen. Gescheitert sind unter anderem die Tschechen mit ihrer Klamauknummer von der Band Gipsy.cz. © ap
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Der Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel scheiterte mit dem Titel “Just Get Out Of My Life“ der Sängerin Andrea Demirovic für Montenegro. © dpa
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Die Schweiz konnte mit der Indie-Band Lovebugs nicht überzeugen. © ap
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Auch Mazedoniens Band Next Time musste sich geschlagen geben. © ap
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Das jüdisch-arabische Duo Noa & Mira Awad, begeisterte mit dem ruhigem Song “There Must Be Another Way“ für Israel. © ap
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Mit wildem Stampfpop und fackelschwingenden Feuertänzern kämpfte sich Finnland mit den Waldo's People eine Runde weiter. © ap
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Bulgarien brach mit der Stelzennummer “Illusion“ von Krassimir Avramov ein. © ap
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Auch Belgiens Elvis-Presley-Verschnitt Copycat konnte nicht überzeugen. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Susanne Georgi aus Andorra verpasste mit ihrem Gute- Laune-Lied den Einzug ins Finale. © ap

Unterdessen wächst in Moskau die Sorge vor Gewalt gegen Schwule und Lesben bei deren traditionellen Feiern zum Eurovision Song Contest (ESC). Die Polizei verwies am Freitag auf das geltende Verbot für Homosexuellen- Demonstrationen. “Wir werden so vorgehen wie bei jeder anderen nicht erlaubten Veranstaltung“, kündigte ein Polizeisprecher in Moskau nach Angaben der Agentur Interfax an. Dabei werde man sich “streng an die Gesetze“ halten. Bei früheren Kundgebungen von Schwulen und Lesben in Moskau kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit der Polizei sowie Rechtsextremen und religiösen Fanatikern.

Ungeachtet des Verbots hat Russlands Schwulen- und Lesbenverband für den Tag des Finales eine Demonstration angekündigt, um auf die Einhaltung der Menschenrechte für Homosexuelle zu pochen. Doch auch die Moskauer Stadtverwaltung zeigt sich als Gastgeber des Grand Prix bei dessen Traditionen unnachgiebig. “Schwulen-Paraden hat es in der Vergangenheit in Moskau nicht gegeben und wird es auch in der Zukunft nicht geben“, teilte ein Sprecher von Bürgermeister Juri Luschkow mit. Ein Teil der zu tausenden nach Moskau gereisten ESC-Fans will am Samstagnachmittag dennoch vor dem Finale an einer schwul-lesbischen Veranstaltung im Moskauer Zentrum teilnehmen.

Moskauer Medien warnen deshalb sogar vor einer Verschwörung von Schwulen und Lesben. Auch die möglichen Versammlungsorte der im russischen Sprachgebrauch “sexuellen Minderheiten“ sorgen im Vorfeld für Erregung. Ein Treffen am Puschkin-Platz ziehe das Andenken des bedeutendsten russischen Dichters Alexander Puschkin (1799-1837) in den Schmutz. Auch der alternative Sammelpunkt im Alexandergarten an der Kremlmauer dient den Medien als Aufreger. “Da steht doch die Ehrengarde am Ewigen Feuer“, entrüstete sich das Boulevardblatt “Komsomolskaja Prawda“ mit Hinweis auf die Weltkriegs-Gedenkstätte.

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