Grand-Prix: Trotz Jury wieder Punkte-Schieberei?

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Gehören zur deutschen Grand-Prix-Jury: Guildo Horn (links) und H.P. Baxxter (Scooter).

Moskau - Die deutsche Grand-Prix-Jury um Guildo Horn und H.P. Baxxter sieht auch nach Wiedereinführung der Expertenurteile die Gefahr einer verzerrten Abstimmung beim Eurovision Song Contest.

“Die Frage ist doch, wer in der jeweiligen Jury sitzt und wie ernst die das nehmen“, sagte die Jurorin Silvia Kollek am Mittwoch der dpa in Moskau. Die erstmals seit 1996 wieder eingesetzten Jurys sollen das zuletzt stets beklagte Nachbarschaftsvoting eindämmen, bei dem sich befreundete Nationen gegenseitig die Punkte zuschustern.

Eurovision Song Contest: Halbfinale in Moskau

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“Wenn sich die Ortsverbundenheit in der Jury niederschlägt, ist das Problem natürlich nicht gelöst“, sagte die Musikexpertin Kollek, die mit Guildo Horn, H.P. Baxxter von Scooter und Tobias Künzel von den Prinzen den Grand Prix in Moskau besuchte.

“Fakt ist, dass die Juroren auch ihren traditionell oder national abgestimmten Geschmack haben - wie die östlichen Länder sicher auch mehr auf diese baltische Folklore stehen als auf westliche Popmusik“, sagte Künzel. “Wir werden ein fachmännisches Urteil abgeben“, versicherte Guildo Horn.

Die Jury, zu der auch Sängerin Jeannette Biedermann gehört, wird die Songs nach Qualität der Stimmen und der Show beim Finale an diesem Samstag (16. Mai) von Deutschland aus bewerten. Die fünf Einzelstimmen werden zu einem Gesamturteil zusammengefasst. Insgesamt treten 25 Länder beim Grand Prix an.

Das Jury-Urteil fließt zu 50 Prozent in die Gesamtwertung ein. Das Televoting des Fernsehpublikums macht ebenfalls 50 Prozent aus. Die Musik-Show wird in der ARD von 21.00 Uhr an live übertragen.

dpa

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