Grand-Prix: Trotz Jury wieder Punkte-Schieberei?

+
Gehören zur deutschen Grand-Prix-Jury: Guildo Horn (links) und H.P. Baxxter (Scooter).

Moskau - Die deutsche Grand-Prix-Jury um Guildo Horn und H.P. Baxxter sieht auch nach Wiedereinführung der Expertenurteile die Gefahr einer verzerrten Abstimmung beim Eurovision Song Contest.

“Die Frage ist doch, wer in der jeweiligen Jury sitzt und wie ernst die das nehmen“, sagte die Jurorin Silvia Kollek am Mittwoch der dpa in Moskau. Die erstmals seit 1996 wieder eingesetzten Jurys sollen das zuletzt stets beklagte Nachbarschaftsvoting eindämmen, bei dem sich befreundete Nationen gegenseitig die Punkte zuschustern.

Eurovision Song Contest: Halbfinale in Moskau

Eurovision Song Contest Halbfinale
Mit der spektakulären Bauchtanz- und Akrobatik-Nummer “Düm tek tek“ zog die für die Türkei antretende Popsängerin Hadise als Erste ins große Finale ein. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Die Powerstimme von Chiara aus Malta (“What If We“) begeisterte das Publikum mit einer gefühlvollen Ballade. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Die schwedische Sopranistin Malena Ernman gab die Klassik-Rock-Nummer “La voix“ zum besten. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Portugal schaffte es mit einem Sommerlied der Band "Flor-de-Lis" ins Finale. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Aus der Kaukasusrepublik Armenien überzeugte das in blauen Prunkkleidern singende Duo Inga & Anush mit dem Popsong “Jan Jan“. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Die junge Isländerin Yohanna (“Is It True?“) begeisterte mit einer Ballade. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Elena setzte sich im Halbfinale in Moskau für Rumänien durch. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Auch Bosnien-Herzegowina hat es mit der Sängerin Regina ins Finale geschafft. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Acht Länder mussten ihre Koffer packen. Gescheitert sind unter anderem die Tschechen mit ihrer Klamauknummer von der Band Gipsy.cz. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Der Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel scheiterte mit dem Titel “Just Get Out Of My Life“ der Sängerin Andrea Demirovic für Montenegro. © dpa
Eurovision Song Contest Halbfinale
Die Schweiz konnte mit der Indie-Band Lovebugs nicht überzeugen. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Auch Mazedoniens Band Next Time musste sich geschlagen geben. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Das jüdisch-arabische Duo Noa & Mira Awad, begeisterte mit dem ruhigem Song “There Must Be Another Way“ für Israel. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Mit wildem Stampfpop und fackelschwingenden Feuertänzern kämpfte sich Finnland mit den Waldo's People eine Runde weiter. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Bulgarien brach mit der Stelzennummer “Illusion“ von Krassimir Avramov ein. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Auch Belgiens Elvis-Presley-Verschnitt Copycat konnte nicht überzeugen. © ap
Eurovision Song Contest Halbfinale
Susanne Georgi aus Andorra verpasste mit ihrem Gute- Laune-Lied den Einzug ins Finale. © ap

“Wenn sich die Ortsverbundenheit in der Jury niederschlägt, ist das Problem natürlich nicht gelöst“, sagte die Musikexpertin Kollek, die mit Guildo Horn, H.P. Baxxter von Scooter und Tobias Künzel von den Prinzen den Grand Prix in Moskau besuchte.

“Fakt ist, dass die Juroren auch ihren traditionell oder national abgestimmten Geschmack haben - wie die östlichen Länder sicher auch mehr auf diese baltische Folklore stehen als auf westliche Popmusik“, sagte Künzel. “Wir werden ein fachmännisches Urteil abgeben“, versicherte Guildo Horn.

Die Jury, zu der auch Sängerin Jeannette Biedermann gehört, wird die Songs nach Qualität der Stimmen und der Show beim Finale an diesem Samstag (16. Mai) von Deutschland aus bewerten. Die fünf Einzelstimmen werden zu einem Gesamturteil zusammengefasst. Insgesamt treten 25 Länder beim Grand Prix an.

Das Jury-Urteil fließt zu 50 Prozent in die Gesamtwertung ein. Das Televoting des Fernsehpublikums macht ebenfalls 50 Prozent aus. Die Musik-Show wird in der ARD von 21.00 Uhr an live übertragen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.