Norwegen gewinnt haushoch

Eurovision Song Contest: Neue Schlappe für Deutschland

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Dita von Teese hielt auf Bitten der Veranstalter ihren Busen stärker bedeckt als in der Probe.

Moskau - Norwegen hat am Samstagabend den Eurovision Song Contest in Moskau gewonnen. Deutschland schaffte es trotz Unterstützung von Stripperin Dita von Teese nur auf Platz 20.

Der in Weißrussland geborene 23-jährige Alexander Rybak kam bei dem Schlagerwettbewerb mit seinem selbstgeschriebenen Lied “Fairytale“ mit riesigem Abstand auf den ersten Platz. Der von dem gutaussehenden jungen Sänger mit Geigenspiel unterlegte, an irischen Folk erinnernde Märchensong erhielt 387 Punkte.

Bilder: Der Eurovision Song Contest in Moskau

Der Eurovision Song Contest in Moskau in Bildern.
Der Sieger kommt aus Norwegen. Er heißt Alexander Rybak. Während er zur Presse spricht, macht ein Kollege im Vordergrund Freudensprünge. © ap
Der Eurovision Song Contest in Moskau in Bildern.
Alexander Rybak kann sein Glück nicht fassen. © dpa
Der Eurovision Song Contest in Moskau in Bildern.
Alexander Rybak mit der Siegertrophäe. © ap
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Alexander Rybak bei seinem Auftritt. © dpa
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Der US-amerikanische Musicalsänger Oscar Loya vom Duo "Alex Swings Oscar Sings!" und die Burlesque-Künstlerin Dita von Teese. © dpa
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Der deutsche Beitrag "Alex Swings Oscar Sings!" landete auf Platz 20. © dpa
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Die freizügige Bühnenshow brachte dem deutschen Beitrag keinen Vorteil. © dpa
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Am Ende hatten wieder andere die Nase vorn. © dpa
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Nelly Ciobanu aus Moldawien. © ap
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Die polnische Gruppe Laki Lan trat mit spitzen Hüten auf. © dpa
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Alien-Alarm: Kejsi Tola aus Albanien tanzt auf dem Rücken einer blauen Figur. © dpa
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Anastasia Prikhodko aus Russland. © dpa
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Der Beitrag aus Armenien: Inga and Anush. © dpa
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'Flor-de-lis' aus Portugal. © dpa
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Malena Ernman aus Schweden. © dpa
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Noa (r.) und Mira Awad aus Israel. © dpa
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Russische Polizisten stoppen eine Demonstration von Homosexuellen im Vorfeld der Musikveranstaltung. © dpa
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Mit Gewalt geht die Polizei gegen die Demonstranten vor. © dpa
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Wer sich in den Weg stellt, wird von der russischen Polizei attackiert. © dpa
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Die Polizisten kesseln die Demonstranten ein. © dpa
Der Eurovision Song Contest in Moskau in Bildern.
Der Polizeieinsatz trübt die gute Stimmung vor dem Contest. © dpa
Alexander Rybak (23) holte mit großem Abstand den Sieg nach Norwegen.

Es ist nach 1985 und 1995 das dritte Mal, dass Norwegen Grand-Prix-Sieger wurde. Den zweiten Platz belegte Island mit der Sängerin Yohanna und ihrer Ballade “Is It True?“ mit 218 Punkten. Dritter wurde Aserbaidschan mit dem orientalisch angehauchten Popsong “Always“ des Duos AySel und Arash, das 207 Punkte erhielt.

Deutschland kam mit dem Swingtitel “Miss Kiss Kiss Bang“ von dem Duo Alex swings Oscar sings lediglich auf 35 Punkte und einen enttäuschenden 20. Platz der 25 Teilnehmer. Beim Burlesken-Tanz der amerikanischen Stripperin Dita von Teese zum deutschen Swingbeitrag blieb der Skandal aus. Sie trat erst gegen Ende des Lieds ins Blickfeld und zeigte neben Korsett und tiefem Dekollete nicht viel. Dabei hatte Alex Christensen am Piano ihren Auftritt mitten im Beitrag mit den Worten “Please welcome Miss Dita von Teese“ angekündigt. Allerdings trat sie ganz zum Schluss noch mit einer Reitgerte auf. Ansonsten waren Alex swings Oscar sings aber gut aufgelegt und sangen die “Miss Kiss Kiss Bang“.

Eurovision-Proben: Dita strippt sich warm

Dita von Teese
Dita von Teese und Oscar Loya (Sänger von Alex Swings, Oscar Sings) bei der Eurovision Probe im Moskauer Olympiastadion. © dpa
Dita von Teese
Da gibt's was zu gucken: Oscar Loya begutachtet das Dekolleté seiner Tänzerin Dita von Teese. © dpa
Dita von Teese
"Miss Kiss Kiss Bang" Dita macht ihr Auftritt sichtlich Spaß. © dpa
Dita von Teese
Oscar sings - Dita... guckt so in der Gegend 'rum. © dpa
Dita von Teese
"Schau' mir in die Augen Kleines!": Dita von Teese und Oscar Loya. © dpa
Dita von Teese
Boah, hat Dita von Teese lange Beine. © dpa
Dita von Teese
Eine falsche Bewegung... und Ditas Oberweite ploppt heraus. © AP
Dita von Teese
Dita von Teese schmachtet OScar Loya schon mal probehalber an. © AP
Dita von Teese
Wer hat den schöneren Oberkörper? Dita oder Oscar? © AP

Im Gegensatz zu früher hatten diesmal aus allen 41 Teilnehmerländern des Grand Prix eine Jury und die Fernsehzuschauer je zur Hälfte über die Punktevergabe zu entscheiden. Insgesamt verfolgten wieder rund 100 Millionen Menschen innerhalb und außerhalb Europas das Finale des größten Musikwettbewerbs der Welt. In Moskau war es mit Kosten von rund 24 Millionen auch der bisher teuerste Grand Prix überhaupt, der zudem auf der bisher größten Bühne ausgetragen wurde. Sogar Kosmonauten von der russischen Raumstation wurden kurz eingespielt.

Deutsche Tops und Flops beim Eurovision Song Contest

Grand Prix
FLOP: Die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen holten 1959 mit "Heute abend wolln wir tanzen geh'n" Platz 8 von damals 11 Teilnehmern. © dpa
Grand Prix
TOP: Conny Froboess schaffte mit "Zwei kleine Italiener" 1962 Platz 6 von 16. © dpa
Grand Prix
TOP: Katja Ebstein erreichte 1970 mit "Wunder gibt es immer wieder" Platz 3 von 12. © dpa
Grand Prix
TOP: Auch 1971 trat Katja Ebstein wieder für die Bundesrepublik an. Mit "Diese Welt" kam sie abermals auf Platz 3 von 18.  © Weißfuß
Grand Prix
TOP: Mit "Nur die Liebe lässt uns leben" schaffte Mary Roos 1972 Platz 3 von 18. © dpa
Grand Prix
FLOP: Cindy und Bert kamen 1974 mit "Die Sommermelodie" nur auf den blamablen Platz 14 von 17. © dpa
Grand Prix
FLOP: Joy Fleming schaffte 1975 mit "Ein Lied kann eine Brücke sein" gerade einmal Platz 17 von 19. © dpa
Grand Prix
FLOP: Für die Les Humphries Singers reichte es 1976 mit dem "Sing Sang Song" nur für Platz 15 von 18. © dpa
Grand Prix
TOP: Ireen Sheer kam 1978 mit "Feuer" auf Platz 6 von 20. © dpa
Grand Prix
TOP: "Dsching... Dsching... Dschingis Khan" von der Gruppe "Dschingis Khan" holte 1979 Platz 4 von 19. © dpa
Grand Prix
TOP: Und wieder trat Katja Ebstein 1980 für die Bundesrepublik an. Sie verfehlte den Siefg knapp und landete auf Platz 2 von 19. © dpa
Grand Prix
TOP: Mit "Johnny Blue" schrammte auch Lena Valaitis ganz knapp am Sieg vorbei. (Platz 2 von 20) © dpa
Grand Prix
TOP: Sie ist die deutsche Grand Prix-Königin: Nicole gewann den Song Contest 1982 mit "Ein bißchen Frieden". Damals nahmen 18 Länder teil. Ralph Siegel schrieb den Siegertitel. © dpa
Grand Prix
TOP: Die Gruppe "Wind" holte 1985 mit "Für alle" Platz 2 von 19. © dpa
Grand Prix
TOP: Auch 1987 schickte die Bundesrepublik"Wind" ins Rennen. Und die Gruppe holte wieder Platz 2 von diesmal 22 Teilnehmern.  © dpa
Grand Prix
FLOP: Die "Münchner Freiheit" stürzte 1993 mit "Viel zu weit" ab. Es langte nur für Platz 18 von 25. © dpa
Grand Prix
TOP: Dorkas Kiefer holte 1994 mit dem Girl-Trio MeKaDo und "Wir geben 'ne Party" Platz 3 von 25. Ralph Siegel stllete die Gruppe für den Wettbewerb zusammen.  © dpa
Grand Prix
MEGAFLOP: Stone&Stone wurden 1995 Letzte mit "Verliebt in Dich". (Platz 23) © dpa
Grand Prix
TOP: Guildo Horn stellte 1998 die deutsche Eurovision-Ehre wieder einigermaßen her: Platz 7 von 25.  © dpa
Grand Prix
TOP: Die türkische Gruppe Sürpriz (produziert von Ralph Siegel) holte 1999  mit "Reise nach Jerusalem/Küdüs’e seyahat " Platz 3 von 23.    © dpa
Grand Prix
TOP: "Wadde Hadde Dudde da?" von Stefan Raab holte 2000 Platz 5 von 24. © dpa
Grand Prix
TOP: Michelle schaffte 2001 mit "Wer Liebe lebt" Platz 8 von 23. © dpa
Grand Prix
FLOP: Die von Ralph Siegel produzierte Corinna May schmierte 2002 mit "I can't live without Music" ab. Platz 21 von 24.  © dpa
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Eher TOP als FLOP: Lou (von Ralph Siegel produziert) landete mit "Let's get happy" 2003 auf Platz 12 von 26. © dpa
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TOP: Max Mutzke (von Stefan Raab produziert) schaffte 2004 mit "Can't wait until tonight" in der Türkei Platz 8 von 24. © dpa
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MEGAFLOP: Gracia wurde 2005 mit "Run&Hide" auf dem letzten Platz (von 24). © dpa
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Eher FLOP als TOP: Texas Lightning holte 2006 mit "No no never" Platz 15 von 24. © dpa
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FLOP: Roger Cicero blamierte sich 2007 mit "Frauen regier'n die Welt": Platz 19 von 24. © dpa
Grand Prix
MEGAFLOP: Die NoAngels wurden 2008 mit "Disappear" zum Grand-Prix-Gespött: Platz 23 von 25.  © dpa

Überschattet wurde das Mega-Event allerdings vom harten Vorgehen der russischen Sicherheitsbehörden gegen eine Schwulendemonstration in der Nähe der Moskauer Universität. Stunden vor Beginn des Song Contests löste die Polizei die friedliche Protestkundgebung der Homosexuellen unter massivem Gewaltseinsatz auf und führte die Teilnehmer ab.

ap

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