Schluss mit lustig: Stefan Raab sagt ARD ab 

+
Stefan Raab gehört in die erste Reihe der Fernsehbranche. Was Raab anfasst, wird zu gold.

Hamburg - “Arbeitsweise nicht vereinbar„ - ProSieben-Entertainer Stefan Raab lehnt Arbeit mit ARD ab. Der 42-Jährige wird nicht mit dem “Ersten“ beim nächsten Eurovision Song Contest zusammenarbeiten.

“Der NDR hat uns um Hilfe gebeten“, sagte Raab in einem am Montag erscheinenden Interview des Nachrichtenmagazins “Der Spiegel“, über das am Freitag “Spiegel Online“ berichtete. “Wir haben ein schlüssiges Gesamtkonzept vorgelegt. Die Entscheidungswege in der ARD sind aber derart kompliziert, dass sie mit unserer Arbeitsweise nicht vereinbar sind. Unser Song Contest heißt Bundesvision Song Contest.“

Die Intendanten der ARD hatten sich in dieser Woche nicht über eine Kooperation mit dem Sender und seinem Spaßvogel einigen können. Eine ARD-Sprecherin hatte noch am Donnerstag gesagt, ein gemeinsames Konzept sei “reizvoll“. Allerdings seien noch einige Fragen zu diskutieren, so zum Beispiel die Einbindung der Pop- und Jugendprogramme der Landesrundfunkanstalten der ARD . “Wir sind zuversichtlich, die offenen Fragen zeitnah klären zu können“, hieß es da noch.

Grand Prix 2009: Dita von Teese strippt sich warm

Eurovision-Proben: Dita strippt sich warm

Raab, der selber im Jahr 2000 Platz fünf beim Eurovision Song Contest belegt hatte, galt unter einigen Experten in der ARD , zum Beispiel beim NDR-Unterhaltungschef Thomas Schreiber , als Hoffnungsträger, um die deutschen Beiträge beim traditionsreichen europäischen Musikwettbewerb wieder nach oben zu bringen. Der Titel “Miss Kiss Kiss Bang“ landete am 16. Mai nur auf Platz 20, im Vorjahr waren die No Angels nur Letzter. Bei ProSieben führt Raab durch den Bundesvision Song Contest, einem Gegenstück zum deutschen Vorentscheid in der ARD .

Mit der Absage Raabs erlebt die ARD jetzt einen ähnlichen Rückschlag wie im Januar 2007 mit RTL -Aushängeschild Günther Jauch, der damals einen Wechsel zum “Ersten“ ablehnte. Auch bei Jauchs anstehender Verpflichtung herrschte unter den Intendanten der Landesrundfunkanstalten keine Einmütigkeit. Raab hätte die ARD - Unterhaltungsprogramme mit seinen Ideen bereichern können. Jetzt wird er sie weiter bei ProSieben anwenden können. Sein nächster Akt ist der “Deutsche Eisfußball-Pokal“ am nächsten Freitag.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.