Mehr Energieautonomie

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Die Kraft der Sonne nutzen: Mit der Nutzung erneuerbarer Energien streben Haubesitzer mehr Energieautonomie an.

Warum Energie von außen beziehen, wenn man Teile seines Wärme- und Strombedarfs auch über erneuerbare Energien decken kann? Diese Frage stellen sich Bauherren und Hausbesitzer.

Die gängigsten Techniken, um mehr Energieautonomie zu gewinnen, sind Wärmepumpen und Solarthermie-Anlagen für warmes Wasser und Heizungswärme sowie die Photovoltaik für die Stromerzeugung. Diese Techniken lassen sich fast in jedem Haus einsetzen. Allerdings kommt es darauf an, die Anlagen richtig und bedarfsgerecht zu planen und fachgerecht zu installieren.

Wärmepumpe statt Brenner

Wärmepumpen als Alternative zur Brennertechnik sind immer öfter zu finden. Sie können Außenluft, Erdreich oder Grundwasser als Wärmequelle für Heizung und Warmwasser nutzen.

Erdreich und Grundwasser liefern die besten Ergebnisse, sind aber teurer zu erschließen als Außenluft und nicht auf jedem Grundstück möglich.

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Zu berücksichtigen ist laut Dipl.-Ing. Dieter Linden, Bauherrenberater des Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB), dass Wärmepumpen umso effizienter arbeiten, je geringer der Unterschied zwischen der Temperaturquelle und dem Wärmeverteilungssystem ist. Flächenheizsysteme sind daher zum Beispiel effizienter als Heizkörper. Entscheidend ist, dass die Wärmepumpe für die Heizlast des Hauses richtig ausgelegt ist.

Solarthermie

Solarthermie-Anlagen nutzen die Sonne, um Brauchwasser oder Heizungswasser zu erwärmen. „Als alleinige Wärmequelle fürs Haus eignen sie sich nicht, da sie nur im Sommer genügend Wärme bereitstellen können. Bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs fürs warme Wasser können sie aber einsparen“, sagt BSB-Bauherrenberater Dipl.-Ing. Peter Peltz. Wichtig ist eine hochentwickelte Speichertechnik, damit bei Sonne erzeugtes Warmwasser auch nachts und an sonnenarmen Tagen nutzbar ist. Auch bei Solarthermie kommt es auf die richtige Auslegung und Dimensionierung an. Zu große Anlagen erzeugen mehr Wärme als verbraucht werden kann, eine Überdimensionierung ist daher nicht wirtschaftlich. Als Daumenwert nennt Peltz einen Quadratmeter Kollektorfläche je Hausbewohner.

Photovoltaik richtig planen

Photovoltaikanlagen wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Da sie in der Regel großflächig auf dem Dach installiert werden, sind laut BSB-Berater Dipl.-Ing. Norman Stark genaue Planungen bei Lage, Tragfähigkeit des Dachs und Befestigungstechnik zu beachten. Planungs- und Einbaufehler können für die Lebensdauer des Dachs und die Anlage negative Folgen haben. Zu berücksichtigen sind auch Faktoren wie Verschattungen durch Bäume oder andere Gebäude. Weitere Infos unter: www.bsb-ev.de

(djd)

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