Gemeinsam für die Bildung

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Werbung für den Hessencampus: (hinten von links) HC-Sprecher Friedhelm Pfuhl, Christian Schröder (Staatliches Schulamt Fritzlar), Kai Schotte (Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg), Bernd Wilke (Agentur für Arbeit); (vorne von links) Beraterin Wilma Wendel, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Beraterin Yvonne Bangert und Tanja Seraphin von der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg.

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist die vielfältige und abwechslungsreiche Bildungssituation charakterisiert durch eine hohe Anzahl von Einrichtungen der allgemeinen, kulturellen und politischen Weiterbildung.

Mitunter sind die Angebote aber schwer überschaubar. Der Hessencampus Waldeck-Frankenberg hat es sich daher zum Ziel gemacht, durch Kooperationen und Vernetzungen gemeinsam eine übersichtliche Bildungslandschaft zu schaffen.

„Gemeinsam für die Bildung in der Region“, lautet daher das Motto des Hessencampus Waldeck-Frankenberg. Der Hessencampus in der Region ist ein Verbund von Institutionen, Einrichtungen und engagierten Akteuren rund um Bildung und Weiterbildung für Erwachsene: allgemeine und berufliche Bildung; das Nachholen von Schulabschlüssen; Erweiterung des Wissens und der Fähigkeiten für die persönliche Lebensgestaltung, für soziale, kulturelle und politische Teilhabe – das sind die Prioritäten, darum geht es beim Hessencampus.

Vernetzt sind die Beruflichen Schulen in Korbach und Bad Arolsen, die Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg, die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, die Kreisvolkshochschule Waldeck-Frankenberg, das Landesschulamt und Lehrkräfteakademie Staatliches Schulamt für den Schwalm-Eder-Kreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg, der Landkreis Waldeck-Frankenberg, die Bundesagentur für Arbeit in Korbach und die Wirtschaftsförderung und das Regionalmanagement Waldeck-Frankenberg. Sprecher des Hessencampus Waldeck-Frankenberg ist Friedhelm Pfuhl vom Fachdienst Schulen und Bildung des Landkreises.

Außer in der Klosterstraße 11 in Korbach hat der Hessencampus im Landkreis Waldeck-Frankenberg seit Herbst 2014 auch eine weitere Beratungsstelle in den Räumen der Kreisvolkshochschule in der Königsberger Straße 2 in Frankenberg. Das kostenlose Beratungsangebot von Hessencampus richtet sich insbesondere an Menschen, die sich weiterbilden oder beruflich neu orientieren wollen. Das Projekt lassen sich das Land Hessen, der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die beiden Beruflichen Schulen des Kreises jedes Jahr rund 100 000 Euro kosten, schon 2007 gab es für Hessencampus eine Anschubfinanzierung des Landes.

Intensive Beratungen 

Von den Beratern von Hessencampus in Waldeck-Frankenberg gibt es nicht nur Erstberatungen, sondern auch sehr viele Folgeberatungen. „Oftmals reicht ein Beratungsgespräch gar nicht aus“, sagt Beraterin Wilma Wendel, zwei Drittel der Beratungssuchenden seien Frauen, häufig auch mit Migrationshintergrund. Die Beratungen reichten grundsätzlich vom Schüler bis zum Greis. Ein Schwerpunkt des Hessencampus ist aber auch die Beratung von Alleinerziehenden, beispielsweise nach der Babypause. Bildung sei ein Lebensbedürfnis der Menschen, immer mehr auch für Erwachsene, unterstreicht auch Landrat Dr. Reinhard Kubat die Bedeutung des Hessencampus. Die Beratungen von Hessencampus sind transparent und tragen dazu bei, dass die Betroffenen letztlich die richtigen Entscheidungen treffen. „Mit Hessencampus geben wir Menschen in der Orientierungsphase eine Begleitung und Perspektive“, sagt der Landrat. HC-Sprecher Friedhelm Pfuhl macht allerdings deutlich, dass nicht Schule und Ausbildung die unbedingte Zielgruppe von Hessencampus sind. „Unsere Zielgruppe sind die Erwachsenen.“

„Der Beratungsbedarf ist auch deshalb vorhanden, weil die Arbeitswelt viel komplexer geworden ist, beispielsweise durch die neuen Medien und die Mehrsprachigkeit“, beschreibt Beraterin Wilma Wendel die Aufgabe von Hessencampus in Waldeck-Frankenberg: „Die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen ist da.“ (mjx)

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