Raumfahrttechnik jetzt auch für den Mund

Diese Teil-Prothese wurde aus PEEK gefertigt und ist herausnehmbar: Sie bietet einen wunderschönen Zahnersatz und gibt dem Patienten das zuvor fehlende Lächeln zurück.

Oberweser. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Zahntechnik Northeim wendet Dr. Andreas Mattmüller von der Zahnarztpraxis Oberweser die neuen Materialien in seiner Praxis an. „Meine Patienten sind total glücklich damit, da die Prothesen sehr leicht und dennoch sehr stabil sind.“

In der Luft- und Raumfahrttechnik werden Thermoplaste aufgrund ihres geringen Gewichts und der guten Materialeigenschaften vermehrt eingesetzt. Implantate für Bandscheiben, Hüft- und Kniegelenke werden zunehmend aus dem Thermoplast PEEK hergestellt. Mittlerweile finden Thermoplaste auch Einzug in die Zahntechnik, besonders im Bereich der herausnehmbaren Prothetik.

PEEK (Poly-Ether-Ether-Ketone) ist ein Material, das eine knochenähnliche Härte hat, nur gering zu Verfärbungen neigt und eine hohe Beständigkeit gegen Abnutzung und Korrosion vorweisen kann. PEEK weist eine hohe Plaque-Unauffälligkeit auf und ist inert gegen Säuren und Chemikalien, so dass der Zahnersatz sogar mit einem chemischen Zahnreiniger gesäubert werden kann.

Metallfreie Versorgung

Die Indikation von PEEK erstreckt sich auf herausnehmbaren und bedingt herausnehmbaren Zahnersatz. Es können Teleskopprothesen, Steg- und Geschiebeprothesen sowie im Mund verschraubte Suprakonstruktionen hergestellt werden. Vor allem interessant ist dieses Material für Patienten, die metallfreie Versorgungen wünschen.

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Eine weitere Innovation für die Prothetik sind die metallklammerfreien Prothesen aus Valplast. Das ist ein Prothesenmaterial aus biokompatiblem, thermoplastischem Nylon und bietet hervorragende Material- und Trageeigenschaften – bei gleichzeitig guter Ästhetik. Die Prothesen eignen sich nicht nur hervorragend für Kunststoffallergiger, sie sind auch überaus flexibel. Damit bieten sie einen sehr guten Tragekomfort.

Unzerbrechliches Material

Die hohe Flexibilität geht mit der Unzerbrechlichkeit des Materials einher. Es hat ein natürliches Aussehen und bietet somit die Möglichkeit einer besonders ästhetischen Prothese. Gleichzeitig ermöglicht das Material eine äußerst filigrane Gestaltung der Arbeit und ist daher signifikant leichter als herkömmliche Kunststoffprothesen.

Valplast überzeugt durch seine überlegene Optik: Die Transluzenz von Valplast bewirkt, dass die natürliche Zahnfleischfarbe des Patienten durchscheint. Es gibt keine Metallklammern, die das harmonische Gesamtbild stören. Gründe, die Patienten ein großes Maß an Selbstvertrauen zurückgeben.

Geringe Haltbarkeit

Dennoch ist Valplast nicht für einen dauerhaften Zahnersatz gedacht, sondern nur für einen provisorischen. Die Haltbarkeit beträgt nämlich nur zwei bis drei Jahre.

Gerne informiert Dr. Andreas Mattmüller seine Patienten über die Möglichkeiten der Prothetik und berät über die Vor- und Nachteile der Materialien. (zgi)

Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.dr-mattmueller.de

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